| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | musikfest berlin | Programm | Ausstellungen | Luigi Nono
| Programm
| Ausstellungen
| Luigi Nono
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Luigi Nono 1924–1990

Maestro di Suoni e silenzi – Meister der Klänge und der Stille
Ausstellung der Fondazione Archivio Luigi Nono
3. bis 19. September | Foyer des Kammermusiksaals

Luigi Nono wurde 1924 in eine venezianische Familie von Künstlern und Juristen geboren. In den 1950er Jahren entwickelte sich Nono neben Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen zu einer der Schlüsselfiguren der musikalischen Avantgarde, die ihr Zentrum in den Darmstädter Ferienkursen fand. Den internationalen Durchbruch als Komponist brachte 1956 die Uraufführung der Kantate Il canto sospeso. In diesem Werk wie in seinem ganzen Schaffen dieser Phase vereinigt Nono eine kompromisslos avantgardistische Musik mit konkreten politischen Aussagen. Von 1960 an machte er sich die Möglichkeiten der elektronischen Musik zu Nutze.

Mit dem Bühnenwerk Al gran sole carico d’amore (1975) zog er eine vorläufige Summe seines Schaffens. Danach verstummte der Komponist für einige Jahre und stellte sich und sein Künstlertum radikal in Frage. Ergebnis dieses Reflexionsprozesses war das Spätwerk der 1980er Jahre, das mit dem Streichquartett Fragmente – Stille, An Diotima beginnend, in der 1985 uraufgeführten Tragedia dell’ Ascolto Prometeo kulminierte. Die von Nuria Schönberg-Nono zusammengestellte Ausstellung Maestro di Suoni e silenzi illustriert mit Reproduktionen von Originaldokumenten aus dem Archivio Luigi Nono Leben und Werk des Komponisten. Von den frühen 1950er Jahren über Intolleranza (1960), Al gran sole carico d’amore bis zum Prometeo wird anhand von Manuskripten, Fotografien, Partituren, Briefen, Plakaten und Konzertprogrammen der künstlerische Weg Nonos nachgezeichnet.

Die Ausstellung ist im Rahmen der Einführungs- und Konzertveranstaltungen des musikfest berlin zu besichtigen.

www.luiginono.it

| zurück