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Emilio Pomárico

So 4. September 2011 | 20:00

Der argentinische Dirigent und Komponist Emilio Pomárico hat sich vor allem mit Aufführungen und Aufnahmen zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht. Er wurde 1953 in Buenos Aires geboren und studierte in Mailand, später nahm er an Meisterkursen von Franco Ferrara und Sergiu Celibidache teil. Emilio Pomárico war bei allen wichtigen Orchestern und Theatern Italiens zu Gast und dirigierte europaweit in den großen Musikstädten. Unter anderem stand er am Pult des Nouvel Orchestre Philharmonique de Radio France, des BBC Scottish Symphony Orchestra, der großen deutschen Rundfunksinfonieorchester, der Basel Sinfonietta, des Orchestre de la Suisse Romande und der Bamberger Symphoniker. Auch mit dem SWR Sinfonieorchester hat der Dirigent schon häufig zusammengearbeitet. Die wichtigsten internationalen Festivals, darunter das Festival d’Automne in Paris, das Edinburgh International Festival, Wien Modern, die Salzburger Festspiele und das Lucerne Festival luden Emilio Pomárico zu Konzerten ein. Beim musikfest berlin ist er in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge zu Gast, nachdem er hier das Klangforum Wien und die musikFabrik in Konzerten geleitet hat, in denen unter anderem Auftragswerke des musikfest berlin von Wolfgang Rihm und Hans Zender erfolgreich aus der Taufe gehoben wurden. Als Operndirigent hat er im Mai 2006 die erfolgreiche Neuaufführung von Wagners Rheingold am Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon geleitet.

Emilio Pomárico widmet einen großen Teil seiner Arbeitskraft der Aufführung von Werken der Neuen Musik. Besonders verdient hat er sich um das Werk von Emmanuel Nunes gemacht, der ihm mehrere Uraufführungen anvertraut hat. Das Repertoire von Emilio Pomárico umfasst daneben zahlreiche Werke weiterer bedeutender zeitgenössischer Komponisten wie Luciano Berio, Salvatore Sciarrino, Pierre Boulez, Wolfgang Rihm, Franco Donatoni, Hugues Dufourt und Luigi Nono. Mit vielen herausragenden Spezialensembles für Neue Musik verbindet ihn seit langem eine kontinuierliche Arbeitsbeziehung, insbesondere mit dem Freiburger ensemble recherche, dem Ensemble Contrechamps Genf, dem Klangforum Wien, der Kölner musikFabrik, dem Nieuw Ensemble Amsterdam und dem Ensemble Modern in Frankfurt. Die Diskographie Emilio Pomáricos ist so umfangreich wie vielgestaltig und macht viele wichtige Werke der Neuen Musik allgemein zugänglich. In jüngerer Zeit sind unter anderem unter seiner Leitung entstandene Einspielungen von Werken von Luigi Nono, Bernhard Gander, Olga Neuwirth, Michael Jarrell und Gérard Grisey veröffentlicht worden. Er lehrt als Professor für Dirigieren an der Civica Scuola di Musica in Mailand.

Wie Hans Zender ist auch Emilio Pomárico sowohl aufführender wie schaffender Künstler. Seine Werke sind mehrfach ausgezeichnet worden: So gewann er etwa den renommierten Viotti-Kompositionspreis in Vercelli. Während der letzten Jahre wurden Stücke Pomáricos bei den Festivals in Venedig, Mailand, Parma, Turin, Basel, Paris, Freiburg, Darmstadt, Köln und Wien aufgeführt.

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