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VIDEO LOUNGE

Babylon

Early Music Videos
zusammengestellt von Christoph Dreher

18.3.–27.3 täglich durchgehend
während der Öffnungszeiten des Babylon
Eintritt frei

Eine erste Blüte erlebte die Synästhesie von Musik und Film in den 20er Jahren, personifiziert in Oskar Fischinger, der zunächst in München experimentierte und dann in Hollywood Werbeclips von bis heute nicht übertroffener Schönheit erstellte. Waren diese Clips noch Werbung für Produkte, so ist das Musikvideo heute dadurch definiert, dass es die zugrunde liegende Musik bewirbt – und damit auch die Reihenfolge und die Prioritäten im Produktionsprozess bestimmt: es ist die Musik, die die Richtung vorgibt und die durch die Bilder die Musik noch schmackhafter macht, als sie es ohnehin möglicherweise ist.
Diese so verstandenen Musikvideos gibt es erst seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre, entweder als Bestandteil eines Spielfilms, wie „A Hard Days Night“ von Richard Lester mit den Beatles, oder als separat veröffentlichte Kurzfilme auf der Grundlage eines Songs, wie etwa „Strawberry Fields Forever“.
Der Begriff „Music Video“ ist für diese frühen Clips insofern eigentlich nicht zutreffend, als Video dort überhaupt nicht involviert war und auch als Technologie noch nicht im Konsumenten-Mainstream verfügbar war. Das gilt auch noch für die nächste Generation früher Clips, wie sie etwa von den konzeptionell sehr avancierten Bands des US-Underground, The Residents und Devo, im Laufe der 70er Jahre produziert wurden. Bei ihnen wie auch bei Bands anderer Länder, die am Einsatz anderer Medien im Zusammenspiel mit ihrer Musik interessiert waren, spielte die Arbeit mit ‚Found Footage’ eine große Rolle.
Auch in den frühen 80er Jahren war es so, dass Music Videos überwiegend auf Film gedreht wurden. Allerdings wurden zunehmend Video-Effekte in künstlerisch avancierten Clips eingesetzt, und überhaupt wurde das Musikvideo – noch vor seinem mit der Einführung von MTV verbundenen großflächigem Promotions-Einsatz – als Experimentierfeld entdeckt, welches begann, der Videokunst in Bezug auf experimentelle Kühnheit und konzeptueller Innovation den Rang abzulaufen. Präsentationsorte für diese Arbeiten waren die Experimentalfilm- sowie die damals relativ neuen Videofestivals.
MaerzMusik präsentiert einige der herausragenden Beispiele für Clips aus dieser Frühzeit des Musikvideos.

In Kooperation mit Babylon


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