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Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung

Der „Theaterpreis Berlin“ 2009 geht an den Regisseur Jürgen Gosch und den Bühnenbildner Johannes Schütz.

Der mit 20.000 Euro dotiert Preis wird im Rahmen eines Bühnenfestes im Deutschen Theater Berlin vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit verliehen.

Die Jury
Konstanze Lauterbach, Christopher Schmidt und Hasko Weber,
unterstützt von Joachim Sartorius und Iris Laufenberg

Die Begründung der Jury

„Ein gründlicher, fast asketischer Erforscher der Dramen-Literatur ist der Regisseur Jürgen Gosch schon immer gewesen, aber erst in den letzten zehn Jahren hat sich seine Theaterarbeit zu einer nahezu schwerelosen Durchlässigkeit befreit. Seine Inszenierungen sind zugleich konzentrierter und offener geworden. Goschs Purismus führt das Theater zurück auf den elementaren Vorgang. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat Goschs wichtigster künstlerischer Partner, der Bühnenbildner Johannes Schütz. Seine bezwingend einfachen, ebenso minimalistischen wie luziden Räume schaffen mit ihren Setzungen den kongenialen Rahmen für ein Theater der Wahrhaftigkeit, das immer eine gemeinsame Suche ist und das Vergehen der Zeit zum heimlichen Generalthema hat.
Wie glückhaft die Arbeitsbeziehung zwischen Regisseur und Bühnenbildner ist, haben sie in der aktuellen Spielzeit erneut mit zwei höchst unterschiedlichen, in ihrer Art jeweils exemplarischen Arbeiten unter Beweis gestellt: der Züricher Uraufführung von Roland Schimmelpfennigs Stück „Hier und Jetzt“ sowie der Inszenierung von Anton Tschechows Künstlerkomödie „Die Möwe“ in Berlin. In Jürgen Gosch und Johannes Schütz werden zwei singuläre, ja erratische Künstlerpersönlichkeiten mit dem Theaterpreis Berlin gewürdigt, die durch ihre geistige Unabhängigkeit das Theater der Gegenwart in einzigartiger Weise geprägt und bereichert haben.“