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Kurzfilme von Christoph Schlingensief

Holländer 2C – Die Ausweitung der Dunkelphase
Deutschland/Brasilien 2007, 9 min
Regie Christoph Schlingensief

Menu Total
Deutschland 1986, 81 min
Regie, Buch, Kamera Christoph Schlingensief
Schnitt Eva Will
Musik Helge Schneider
Darsteller Helge Schneider, Wolfgang Bertzky, Alfred Edel, Dietrich Kuhlbrodt
Produktion DEM Filmproduktion, Oberhausen

Holländer 2C – Die Ausweitung der Dunkelphase

„Holländer 2C – Die Ausweitung der Dunkelphase“ ist ein gut neunminütiger 35mm-Film, den Christoph Schlingensief während der Vorbereitungen zu seiner Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ am Teatro Amazonas Manaus im April 2007 gedreht hat. Die Musiker des legendären Opernhauses sind zu diesem Zweck dem Orchestergraben entstiegen und wurden gemeinsam mit Opernchor und -statisten von Schlingensief buchstäblich verfrachtet – zunächst auf einen Amazonasdampfer, anschließend in die inmitten des Regenwalds gelegene Ruine des Klosters Parikatuba, das als Gefängnis und Leprahospital bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat.

Menu Total

Ausgelassenes Treiben auf der Picknickwiese in Mülheim an der Ruhr. Die Eltern haben ihre alten Naziuniformen wieder rausgekramt, da macht die Polonaise noch mehr Spaß.
Helge Schneider, der auch die Musik zum Film gemacht hat, in einem widerlichen Film. Auf der Berlinale 1986 ausgepfiffen. Wim Wenders ging nach 10 Minuten. Alfred Edel kotzt sich durch den ganzen Film.
Schlingensiefs Filme sind demnach vor allem Familien- und Geschichtsalben, in denen sich jede Menge Ballast angesammelt hat, den man nicht entsorgen kann, weil niemand darüber sprechen will. Gerade deshalb sind seine Figuren so sehr damit beschäftigt, zu brüllen, zu bluten, zu kotzen. „Menu Total“ verzichtet auf eine konventionelle Handlung. Wieder geht es darum, die narrativen Ketten seriengeschädigter Zuschauerwahrnehmung zu sprengen, ohne dabei dem als selbstgefällig empfundenen Ernst einer besserwisserischen Avantgardekunst und ihrer strapaziösen Theorielastigkeit zu verfallen.
„Mein bester Film!“ (Christoph Schlingensief)