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Die Möwe

Deutsches Theater Berlin / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
von Anton Tschechow
Deutsch von Angela Schanelec

Regie Jürgen Gosch
Bühne und Kostüme Johannes Schütz
Dramaturgie Bettina Schültke
Licht Torsten König

Mit
Corinna Harfouch Irina Nikolajewna Arkadina, Schauspielerin
Jirka Zett Konstantin Gawrilowitsch Treplew, ihr Sohn
Christian Grashof Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder
Kathleen Morgeneyer Nina Michailowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers
Bernd Stempel Ilja Afanasjewitsch Schamrajew, Gutsverwalter bei Sorin
Simone von Zglinicki Polina Andrejewna, seine Frau
Meike Droste Mascha, seine Tochter
Alexander Khuon Boris Alexejewitsch Trigorin, Schriftsteller
Peter Pagel Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt
Christoph Franken Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer
Ben Clark Jarkow, ein Arbeiter
Przemek Zybowski Ein Koch
Theresa Schütz Ein Zimmermädchen

Premiere 20. Dezember 2008
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Dauer 3h, eine Pause

Publikumsgespräch
So 10. Mai 23:00
Moderation Barbara Burckhardt

In einem lehmbraunen Kasten schleppen die Menschen in „Onkel Wanja“, der Meisterinszenierung der letzten Saison, ihr falsches Leben hin. Nur noch eine nachtschwarze Wand, als wäre alle Lebenswärme, alle Farbe gewichen, grundiert „Die Möwe“, mit der der Regisseur Jürgen Gosch und sein Ausstatter Johannes Schütz ihre Tschechow-Erkundung am Deutschen Theater in Berlin fortsetzen. Noch nackter, noch ungeschützter zeigen die Schauspieler im Arbeitslicht der Probe auf der Vorbühne ihre Kunst, Konzentrate des Lebens aufglimmen und wieder verlöschen zu lassen. Es ist ja auch das Theater selbst, das in dieser Komödie der Verzweiflung zum Thema wird. Vermeintliche alte Bekannte erscheinen wie noch nie gesehen: die herbe, bemerkenswert unkokette Provinzdiva Arkadina der Corinna Harfouch, der ungewohnt junge, in seiner Seelenschlamperei umso monströsere Belletrist Trigorin des Alexander Khuon. Sie sind die Weitermacher, die über die Aufbrüche der Jungen hinwegschreiten: Nina, die erfolglose Schauspielerin (Kathleen Morgeneyer), zerbricht an der falschen Liebe, Kostja, der gescheiterte Theatererneuerer (Jirka Zett), geht in den Tod. Diese Dissonanz hält Jürgen Gosch unerbittlich durch: Am Ende friert das Gruppenbild vor der schwarzen Wand ein.