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KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN

ORCHESTERMUSIK | CHAYA CZERNOWIN 50

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN
Johannes Kalitzke · Leitung
Rico Gubler · Saxophon/Tubax
John Mark Harris · Klavier/Cembalo
Seth Josel · E-Gitarre
Mary Oliver · Viola
Peter Veale · Musette/Oboe/Englischhorn
Isolde Daum/Susanne Leitz-Lorey · Sopran

Live-Elektronische Realisation · Experimentalstudio für akustische Kunst e.V. Freiburg:
Michael Acker, Reinhold Braig, Thomas Hummel · Klangregie

György Ligeti Lontano für großes Orchester (1967)
Beat Furrer PHAOS für Orchester (2006)
Canti notturni für zwei Soprane und Orchester (2006)
Chaya Czernowin Maim – Triptychon für großes Orchester, Solistenquintett
mit Tubax als Hauptsolo und Live-Elektronik (2001–07) UA des Gesamtzyklus / AW MaerzMusik und Konzerthaus Berlin (Teil II/III)
Maim I. Maim zarim maim gnuvim (strange water, stolen water) (2001/02, rev. 2005)
Maim II. The memory of water (2006)
Maim III. Mei Mecha’a (water of dissent) (2005/06)

In Zusammenarbeit mit Konzerthaus Berlin, Wien Modern und Festival Torino, gefördert durch Réseau Varèse – European Network for the Creation and Promotion of New Music

19:00 Musikclub
Werkeinführung mit Hella Melkert

Erneut bestreitet das Orchester des Konzerthauses Berlin unter der Leitung von Johannes Kalitzke das große Orchesterkonzert der MaerzMusik. Drei große und großartige Werke stehen auf dem Programm, das gleichzeitig als Ehrung für Chaya Czernowin zum 50. Geburtstag gedacht ist.

György Ligetis Orchsterwerk Lontano aus dem Jahr 1967 macht den Anfang. Ein Werk, das zusammen mit den Atmosphères (1961) und Volumina für Orgel, einen Paradigmenwechsel in der jüngeren Kompositionsgeschichte markierte: Eine Gegenbewegung zum Serialismus, die zwar auf dessen Erfahrungen basierte, sich aber hin zum Klang, zu dessen Mikrostrukturen, zur Komposition von Farbe und Licht, von Fläche und Volumen wandte.
Diese – nicht allein von Ligeti bewirkte – kompositorische Wende ist seither immer wieder durch neue Ideen belebt worden, nicht zuletzt in der so genannten spektralen Musik.

Sowohl Beat Furrers Phaos für Orchester, seine Canti notturni, wie auch Chaya Czernowins groß angelegter Zyklus Maim schreiben die diffizile Arbeit an der Verfeinerung unverbrauchter Farb- und Geräuschklänge, an neuen Gesten- und Ausdrucksformen, am Experiment mit ungewöhnlichen Klang- und Geräuschkombinationen fort. Dabei wird in das komplizierte Zusammenspiel von Einzelstimme und Gesamtklang, in das Gefüge von multiplen Polyphonien und harmonischen Verästelungen das alte Wechselspiel von Solostimme resp. Solostimmen und Tutti auf neue Weise eingeschrieben.