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Anton Bruhin

22. März bis 28. April 2007
Anton Bruhin Montblanc
Piktogramme, Typogramme, Zeichnungen und ein Schematoid

Sonntag 25. März 16.00 Uhr

Geboren 1949 in Lachen, Kanton Schwyz. Nach der Absolvierung der Kunstgewerbeschule und einer Schriftsetzerlehre in Zürich ist Anton Bruhin seit 1968 sehr erfolgreich freischaffend als Maler, Maultrommler und Schriftsteller tätig. Seine rege Kreativität spiegelt sich in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, in CD- und aufwendigen Buchproduktionen.

Anton Bruhin gehört einer raren Spezies an. Er ist ein Universalist. Das mutet heutzutage als etwas Besonderes, Anachronistisches an, da doch mehr die Gesamtkunstwerker, Synästhetiker, Klangkünstler oder die auf eine Gattung spezialisierten Artisten en vogue scheinen. Er beobachtet, sammelt und bastelt, hat einen ringsum Blick auf die Welt ohne Scheuklappen. Alles kann verwendet werden. Ein alter kaputter Stuhl wird neu zusammengefügt und an die Wand gehängt, Kuchengitter zu Druckplatten umfunktioniert. Schriftzeichen aus dem Kontext der Schriftsprache herausgelöst, vergrößert und auf ihr Bild- und Objekt-Potential hin überprüft. Sprache, Worte und ihr Sinn dem strengen Raster der Rückläufigkeit unterworfen und Kompendien von Palindromen angelegt. Malen, Zeichnen, Dichten, Entwerfen, Musikzieren – sind die parallel laufenden und sich mitunter überschneidenden Gleise seines Künstler-Seins. Er wechselt die Sparten und Ausdrucksformen und ist in jeder Sphäre authentisch. Als Trümpi-Spieler ist er weltbekannt und ohne Vorbehalte diversen Stilwelten gegenüber. Er spielt Solo und in Bands, Schweizer Ländler und Jazz, Improvisation und Klassik, erforscht den Mund als Resonanzhöhle, sammelt Maultrommeln aller Arten und baut neue. Der Maler Bruhin malt „saftige Schinken aus Ungarn“, so der ironische Titel der jüngsten Ausstellung in Zürich (Galerie + Edition Marlene Frei, Zürich). Ölbilder, Panoramen immer mit Blick auf Wiesen, Felder, kleinhügelige Landschaft am Horizont, blauem Himmel mit Wolken und obligatorischen Strohballen natürlich. Immer das gleiche Thema, ein Raster, so scheint es, aber immer anders. Seine Kalligraphien sind Blätter, overall mit federzarten Zwischenwesen bedeckt: Schriftzeichen, Notenzeichen, Bilder oder bewegte Kleinst-Objekte?
Vom Zeichner gibt es Tusch­zeich­nungen auf Papier, phantasie- und humorvoll, comicartig und mit unverblümten Anspielungen auf andere Meister des Doppelsinns und des Spiels mit der Bedeutungsverun­sicherung. In der gelbenMUSIK werden davon welche zu sehen sein, ebenso Kostproben seiner Typogramme, Piktogramme und ein besonderes Objekt, der Schematoid.


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