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Alter Ego & Pan Sonic: Microwaves

SONIC ARTS LOUNGE
Microwaves
Musik von Pan Sonic und auf Material von Pan Sonic basierende Werke:
Atli Ingolfsson SNAP (2005) DE
Yan Maresz Link (2005) DE
Giovanni Verrando Harmonic domains #2 (2005) DE
Riccardo Nova THIRTEEN – 13x8@terror generating deity (2005) DE

Alter Ego, Kammerensemble
Manuel Zurria · Flöte
Paolo Ravaglia · Klarinette
Aldo Campagnari · Violine
Francesco Dillon · Violoncello
Oscar Pizzo · Klavier/Keyboard
Eugenio Vatta · Klangregie

Pan Sonic: Mika Vainio / Ilpo Väisänen, Live Elektronik

Ein Auftragswerk von Stockholm New Music Festival, Festival Archipel, MaerzMusik | Berliner Festspiele, IRCAM und Romaeuropa Festival,
mit Unterstützung der Französischen Botschaft in Berlin

Bereits seit vielen Jahren befasst sich Alter Ego mit Projekten, in denen Künstler von ganz unterschiedlichem musikalischem Hintergrund aufeinander treffen.

Die verschiedenen Musiker gehen dabei eine allumfassende Beziehung zueinander ein; das ist nicht nur jene Wanderung zwischen musikalischen Genres, wie sie in den letzten Jahren vielfach anzutreffen ist, sondern eine Art der Osmose, in der einerseits künstlerisches Potential intensiver ausgeschöpft und andererseits eine erweiterte Kommunikation mit einem immer aufmerksameren und damit anspruchsvolleren Publikum ermöglicht wird.

Der Grundgedanke von Microwaves ist eine Umkehrung der Gegebenheiten der musikalischen Beziehung zwischen den Genres der „Kultur“ und des elektronischen „Underground“ durch eine absolute Synergie der verschiedenen künstlerischen Elemente: eine Reise, die beginnt bei den Aufnahmen einer der bemerkenswertesten Elektronic Groups unserer Zeit, Pan Sonic, und die – nach verschiedenen Aktualisierungen – mündet in der Ästhetik jener Komponisten, die man der „kultivierten“ musikalischen Welt zurechnet (Atli Ingolfsson, Yan Maresz, Giovanni Verrando, Riccardo Nova). In einem nächsten – noch anspruchsvollerem – Schritt führt uns die Reise zurück zum Absender, also zu Pan Sonic, die nun das musikalische Material wiederum neu bearbeiten und so den Zyklus vervollständigen. Wie ein Kreis oder, besser ausgedrückt, wie eine Endlosspirale, sie sich fortwährend und unaufhörlich selbst generiert.

Microwaves ist eine Wortschöpfung des Magazins „Vital“ und benennt die große Vielzahl der namenlosen Klänge, die seit Mitte der 90er, beginnend mit Pan Sonic, die Welt der nicht-kommerziellen elektronischen Musik überfluten. Elektronische Klänge, erzeugt mit Hilfe ungeahnter Quellen, die in kleinste digitale Muster gesplittet und dann per Computer neu zusammengesetzt werden. Das Gefühl, das dabei herüber weht, ist dem des minimalistischen Techno sehr verwandt, aber letztlich doch wesentlich exzentrischer: die Klänge sind dermaßen lyophilisiert und so durchsetzt von Synkopen, plötzlichen Sprüngen und Zusatzgeräuschen, dass das Ergebnis gerade das Gegenteil von Tanz ist.

Die Aufmerksamkeit der Zuhörer weg vom körperlichen, passiven Erleben der Dance Music und hin zu einer lebendigen Konfrontation mit Musikkreation zu führen, das bedeutet eine positive Aufwertung des Zu-Hörens. Ein Unterfangen, das sich zuerst die Pioniere der elektronischen Musik in den 50er und 60er Jahre wie Stockhausen, Nono, Xenakis oder Lucier zur Aufgabe gemacht haben - eine erstaunliche Revolution angesichts der herkömmlichen Assoziation von elektronischer, rhythmischer Musik mit simpler Dance Music.

Initiiert und koproduziert wurde das Projekt von New Music Festival Stockholm, MaerzMusik Berlin, Festival Archipel Genf, Holland Festival Amsterdam, Ircam in Paris und RomaEuropa Festival.

Unser Konzert widmen wir in liebender Erinnerung Fausto Romitelli.