| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | MaerzMusik | Programm | Gesamt
| Programm
| Gesamt
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Clementi, Pschenitschnikova, Takahashi u.a.

MATINEE | POESIE + MUSIK + BILD
Rolf Julius Piano Piece No 3 (2006)
Walter Zimmermann Das Irakische Alphabet
für Gesang und (Bass-) Flöte auf Worte von Joachim Sartorius (2005) UA
Erhard Grosskopf …als der Weg der Seele des Tänzers…
für Flöte mit Sprechen auf Worte von Heinrich von Kleist op. 55 (2000) UA
Jörg Birkenkötter Vorgespräch über Fragment
für Sopran und Klavier nach einem Gedicht von Joachim Sartorius (1997)

Inserts von George Brecht, John Cage und Dieter Schnebel

Natalia Pschenitschnikova · Stimme/Flöte
Anna Clementi · Stimme
Ksenija Lukic · Sopran
Aki Takahashi / Hwa-Kyung Yim · Klavier
Stefan Bartling · Klang-/Bildregie

Sprache, Musik und Bild sind heute vielfach ineinander verschränkt. So wird in der Matinee im Haus der Berliner Festspiele ein kleiner Mikrokosmos des Poetischen entfaltet: durch wortreich imaginierte Bilder, durch zu Klang und Rhythmus geronnene Sprache und durch aus dem innersten geholte Sentenzen. In Rolf Julius’ Piano Piece No 3 (2006) transponiert die Pianistin Aki Takahashi von Form und Farbe bestimmte graphische Blätter – Partituren. Walter Zimmermann hat zum Irakischen Alphabet Joachim Sartorius’ eine Musik er/gefunden, die sich um die in den miniaturhaften konkret-vagen Zweizeilern aufleuchtenden Geschichten wie Arabesken windet. Erhard Grosskopfs Montage Kleist’scher Texte ...als der Weg der Seele des Tänzers ... hält dagegen das numerisch magisch Gezirkelte, die Fäden hinter Geist und Gemüt bewegender Sprache in der Hand. So wie ein Gedicht, oft nur eine Zeile oder ein einzelnes Wort im Innern des Lesers eine Saite zum Schwingen bringt, hat sich Jörg Birkenkötter dem Gedicht Vorgespräch über Fragment genähert und jenseits einer Vertonung am Text entlang die innere unsichtbare Musik zum Klingen gebracht.

Im Zentrum steht György Kurtágs musikalische Beckett-Adaption What is the Word, die vom Verlieren und Wiedergewinnen der Sprache und des Sprechens spricht und singt und dabei die Theatralik dieses Aktes in die Präsenz und Performanz des Sprechers und der Sprache selbst legt.