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Peter Eötvös: As I Crossed a Bridge of Dreams

JAPAN UND DER WESTEN | MUSIKTHEATER
Peter Eötvös As I Crossed a Bridge of Dreams (Fragment aus dem Tagebuch der Dame Sarashina, Japan im Jahr 1008) Klangtheater (1999)
Ivan Morris · Englische Übersetzung
Mari Mezei · Libretto

Vivian Lüdorf · Rezitant
Jürgen Schaal · Altposaune
Rachel Helleur · Violoncello
Volkmar Jäger · Kontrabassposaune, Sousaphon
Shira Karmon · Sopran
Elisabeth Zündel · Mezzosopran
Jonathan de la Paz Zaens · Bariton

Philip Mayers · Musikalische Einstudierung
Bryan Wolf · Klangregie
Cornelia Heger · Regie/Künstlerische Gesamtleitung

Janina Mendroch · Bühnenbild
Sabine Hilscher · Kostüme
Urs Hildebrand · Licht Design
Corinna Jarosch · Dramaturgie

Ella Peri · Regieassistenz
Jörg Schildbach · technische Leitung und Bühnenbau
Jos Mulder, Eva Pöpplein · Toningenieure

K&K Kulturmanagement & Kommunikation · Produktionsleitung

18.03. | 19:00 Werkeinführung mit Peter Eötvös und Cornelia Heger

Eine Produktion von Kulturkontakte e.V. und MaerzMusik | Berliner Festspiele, in Zusammenarbeit mit Ungarischer Akzent. Ungarisches Kulturjahr in Deutschland, gefördert durch Hauptstadtkulturfonds, mit Unterstützung von ROLAND Elektronische Musikinstrumente GmbH

Gastspiel im Rahmen der Schwetzinger Festspiele am 2. Juni 2006

Als „Klangtheater“ bezeichnet Peter Eötvös seine 1999 uraufgeführte Komposition - und tatsächlich vollstreckt sich in As I crossed ... das Theatralische im Klanglichen, gehen Sehen und Hören ineinander über und ineinander auf, erweitert und entgrenzt sich der Text hinein in die Musik, die ihrerseits in klanglichen Spiegelungen ein assoziatives Traumspiel imaginiert. Im Zentrum dieses Traumspiels stehen Tagebuchaufzeichnungen einer anonymen japanischen Hofdame, der so genannten Lady Sarashina („Sarashina Nikki“) aus dem „Goldenen Zeitalter“ Japans (11. Jahrhundert).

Mit zartem, poetischen Sinn führt die Autorin über vermeintlich reale Episoden ihres Lebens, über zauberhafte Figuren und Naturerlebnisse in eine Art Sehnsuchtsreise, innerhalb derer die subjektiven Wahrnehmungen und feinen Erschütterungen auf eigentümliche Weise vermischt werden.

Dies findet eine kongeniale Entsprechung in den vielschichtigen Klangräumen der Musik. In der Kongruenz zwischen Bild- und Klangwelt kommen die entgrenzten Phantasien der Protagonistin zum Ausdruck und werden in mehreren instrumentalen Klangschichten gespiegelt. Das Innenleben der Lady wird seinerseits in klingenden Klangschatten (Posaune und Bassposaune sowie drei Stimmen) fortgeführt. Andere Instrumente, elektronisch verstärkt und überformt, bilden einen atmosphärisch dichten Klangraum, der den Zuhörer umschließt.