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Helmut Lachenmann

Sonnabend 25. März 20.00 Uhr

geboren 1935 in Stuttgart, entstammt einer Musik liebenden Pfarrersfamilie.
Er studierte von 1955 bis 1958 an der Musikhochschule Stuttgart Kompositionslehre, Musiktheorie und Kontrapunkt bei Johann Nepomuk David und Klavier bei Jürgen Uhde. Nach Abschluss seiner Kompositionsstudien lernte er während der Darmstädter Ferienkurse 1957 den italienischen Komponisten Luigi Nono kennen und wurde zwischen 1958 und 1960 sein Schüler.
1960 kehrte Lachenmann nach Deutschland zurück, um in München zunächst als frei schaffender Komponist und Pianist zu wirken. Von 1966 bis 1976 unterrichtete er an der Musikhochschule in Stuttgart Musiktheorie, ab 1970 wurde er Dozent für Musik an der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Von 1976 bis 1981 übernahm er eine Kompositionsklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover, bevor er bis zu seiner Emeritierung dieselbe Aufgabe in Stuttgart wahrnahm.

Lachenmanns Werk ist einerseits die Auseinandersetzung mit seriellen Mechanismen und Zufallsmanipulationen, andererseits ein Reflektieren des Selbstverständnisses als frei schaffender Komponist. Es geht ihm um die Erweiterung des Musikbegriffs, um dessen Loslösung von einer an Tonalität und Tonhöhen fixierten musikalischen Auffassung, wobei jedes akustische Ereignis zu Musik geformt werden kann.
Lachenmann entwickelte konsequenterweise eine „Musique concrète instrumentale“, die mittels neuer Spieltechniken für die traditionellen Orchesterinstrumente eine Klanglichkeit erzeugen, die dem Geräusch oft näher stehen als der sinfonischen Tradition. In der Konfrontation des „philharmonischen Apparates“ mit Klängen, die ihre akustischen Vorgänge offen legen, soll die Wahrnehmung von Spielern und Hörern auf die Struktur der konkreten Klänge gelenkt werden. Nicht das Erlebnis von Schönklang ist das Ziel seines Komponierens, sondern die Erfahrung von Anordnung und Verwandlung ungewohnter, da ungewöhnlicher Klangereignisse.


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