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Mein Onkel - der Nazi und Mörder

Dokumentarfilm
Dienstag 4. März 2008 | 20:00

Veranstalter
Stiftung Topographie des Terrors
Stresemannstraße 111
10963 Berlin
Telefon +49 (0)30 25 45 09-0
Fax +49 (0)30 25 45 09-99
www.topographie.de

Dokumentarfilm, D 2007, 30 Min. (NDR)
Eintritt frei

Beim Zusammenstellen ihrer Familiengeschichte für ihren Sohn Philippe entdeckte Mireille Horsinga-Renno aus Straßburg, dass ihr Onkel, der Psychiater Dr. Georg Renno, in nationalsozialistische Verbrechen verstrickt war: Er war als stellvertretender Leiter der Euthanasieanstalt Schloss Hartheim mitverantwortlich für die Ermordung von nahezu 30.000 Menschen. Der Film zeichnet die Auseinandersetzung mit dieser plötzlich persönlich gewordenen Geschichte nach und begleitet Mireille Horsinga-Renno an den Ort des Massenmordes. Dort begegnen ihr Angehörige von Opfern, die im Schloss Hartheim ermordet wurden, sowie ein Journalist, der kurz vor Georg Rennos Tod ein Tonbandinterview mit ihm aufgenommen hat.

Nach dem Film liest Mireille Horsinga-Renno aus ihrem soeben erschienenen Buch Der Arzt von Hartheim. Wie ich die Wahrheit über die Nazi-Vergangenheit meines Onkels herausfand. Anschließend steht sie gemeinsam mit der Regisseurin Liz Wieskerstrauch für Fragen zur Verfügung.
Moderation: Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Mireille Horsinga-Renno, 1947 geboren, lebt mit ihrer Familie in Straßburg. Sie arbeitete als Sekretärin bei der Handelsabteilung und Wirtschaftsförderung der französischen Botschaft in Köln. Anfang 2008 erschien ihr Buch Der Arzt von Hartheim. Wie ich die Wahrheit über die Nazi-Vergangenheit meines Onkels herausfand.

Liz Wieskerstrauch, 1955 geboren, ist Fernsehjournalistin, Schriftstellerin und Filmregisseurin. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht und weit über 20 Dokumentarfilme für Öffentlich-Rechtliche Sender produziert. Für ihre literarische und filmische Arbeit wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Zu ihren jüngsten Filmen gehören Familiengeheimnisse – Wenn die Wahrheit ans Licht kommt (2007), Neues Glück mit alter Liebe (2007) und Mama, sind wir arm? Kinder am Rande der Gesellschaft (2007).

Christian Staffa, 1959 geboren, Theologe, ist Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Mitglied im Arbeitsausschuss der Stiftung Topographie des Terrors. Er ist u.a. Mitherausgeber des 1998 erschienenen Tagungsbandes Die Gegenwart der Geschichte des Holocaust. Intergenerationelle Tradierung und Kommunikation der Nachkommen.