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Die Tempel von Paestum in den bildenden Künsten von Piranesi bis Klenze

Vortrag von Dr. des. Nina Simone Schepkowski
Donnerstag 10. Juli 2008 | 18:30

Dr. des. Nina Simone Schepkowski ist Co-Kuratorin der Ausstellung und Co-Autorin des Ausstellungskataloges
Eintritt frei

Der Legende nach wurden die Tempel von Paestum um 1745 von dem neapolitanischen Maler und Architekten Mario Gioffredi wiederentdeckt, der sich, durch erste Publikationen beeinflusst, auf die Suche nach den seit dem Mittelalter in Vergessenheit geratenen dorischen Tempeln machte. Auf Gioffredis Spuren reisten ab 1750 immer mehr Neugierige nach Paestum, darunter viele Künstler, die ihre Begeisterung für die antiken Tempel und die ungewohnte Durchbildung des schweren dorischen Stils in Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen festhielten. Der Vortrag will zeigen, wie sich je nach Intentionen der Künstler ein stetiger Wandel in der künstlerischen Darstellung der Tempel beobachten lässt: von der klassischen Vedute eines Antonio Joli bis hin zu pittoresken Ansichten mit bäuerlichen Staffagen bei Jakob Philipp Hackert, von topographisch genauen Vorzeichnungen und Studien Leo von Klenzes bis hin zu sublimen Stimmungslandschaften eines Hubert Robert. Innerhalb dieser Darstellung fällt vor allem der aufwendige Tafelband mit 21 Ansichten der Tempel von Giovanni Battista Piranesi auf. Der Foliant ist das letzte von Piranesi initiierte Prachtwerk, dem eine wichtige Bedeutung innerhalb seines künstlerischen Œuvres zukommt, und dessen Radierungen ein probates Mittel bildeten, um die Kenntnis der dorischen Ruinen von Paestum in Europa publik zu machen.

Im Rahmen der Ausstellung
„Malerei für die Ewigkeit. Die Gräber von Paestum“