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Fabrizio Cassol

Le Savali: Berlin
6., 8. und 9. September 2011

Fabrizio Cassol ist ein belgischer Jazz-Saxophonist, Klarinettist, Komponist und Arrangeur. 1964 in Ougrée bei Lüttich geboren, erfolgte seine Ausbildung zwischen 1982 und 1985 am örtlichen Konservatorium, wo er Kammermusik, Improvisation, Komposition und Saxophon zunächst bei Lehrern wie Garret List und Frédéric Rzewski sowie später bei François Daneels studierte.

Von 1984 bis 1992 spielte er in der Formation Trio Bravo, mit welcher mehrere Aufnahmen, internationale Tourneen und Zusammenarbeiten bei Ballett- und Filmprojekten erfolgten. 1992 unternahm er zusammen mit Michel Hatzigeorgiou (Bass) und Stéphane Galland (Schlagzeug) eine Reise zu den Aka-Pygmäen in den zentralafrikanischen Urwald. Inspiriert von deren mündlich überlieferter, polyrhythmischer Chormusik gründeten sie die legendäre Fusion-Band Aka-Moon. In ihrer Musik nehmen sie neben afrikanischen auch indische, maghrebinische, kubanische, arabische, afro-amerikanische und europäische Traditionen auf und kreieren mit virtuosem Gebrauch ihrer Instrumente einen magnetisch-schillernden Sound jenseits musikalischer Trends. Das Ensemble veröffentlichte bislang über 15 CDs, trat – als Trio oder in wechselnden Konstellationen – in über 30 Ländern sowie bei zahlreichen Jazzfestivals auf und arbeitete mit renommierten Musikern wie U.K. Sivaraman, Doudou N’Diaye und Oumou Sangare zusammen.

Auch mehrere Choreographen haben sich von Cassols Tonkunst faszinieren lassen. So schrieb er Ballettmusiken für Projekte mit Brigitte Kaquet und Anne Teresa De Keersmaeker. 2006 kollaborierte er zum ersten Mal mit dem Choreografen Alain Platel bei vsprs, nach Musik von Monteverdi. Es folgten die Projekte pitié, eine Neubearbeitung von Bachs Matthäus-Passion, und Coup de choeurs. Zudem arbeitete Cassol auch mit Philippe Boesmans und Luc Bondy zusammen.

Seit 2001 benutzt der Musiker das Aulochrome, ein neuartiges Doppel-Sopransaxophon des Instrumentenbauers François Louis, für dessen Bekanntheit sich Cassol einsetzt. Er lehrte u.a. am Conservatoire National de Paris, an der Royal Academy of Music in London, an der Music Academy of Madras, am Konservatorium von Jerusalem, an der École de Beaux-Arts d’Alger und in China. 1998 wurde er mit dem belgischen Preis Django d’Or ausgezeichnet. Das Projekt Le Savali: Berlin ist seine erste Zusammenarbeit mit Lemi Ponifasio.

Weitere Informationen unter www.fabriziocassol.com


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