| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | spielzeit’europa | Pressestimmen | Die Nacht …
| Pressestimmen
| Die Nacht …
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Pressestimmen Die Nacht kurz vor den Wäldern

Vorstellungen bei spielzeit’europa 11|12: 13. bis 16. Oktober 2011

Kathrin Pauly, Berliner Morgenpost, 15. Oktober 2011

Leben kann ganz schön weh tun
Ein furioser Clemens Schick in Koltès manischem Monolog

Er läuft und läuft und läuft. Auf der nackten Brust unter dem grauen Jackett spannen sich die Muskeln, am Hals schwellen langsam die Adern und der Schweiß tropft schon aus den Ärmeln. Hier ist einer richtig wütend, Und er wird nicht aufhören zu rennen, höchstens mal ganz kurz innehalten. Immer weiter, das Leben wird ihn nicht kleinkriegen dieser Mann ist kein Verzweifelter, trotz allem, er hat noch richtig viel Kraft. Der Schauspieler Clemens Schick hat die auch. Mehr als eine Stunde lang rennt er um sein Leben, genauer um das seines Helden. Das ist jener seltsam ausgestoßene Fremde, den Bernard-Marie Koltès in seinem mäandernden Monolog „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ allein, ohne Geld und ohne Unterkunft in die regennasse Nacht schickt.
Der italienische Regisseur Antonio Latella hat ihn im Rahmen des Festivals spielzeit’europa fürs Haus der Berliner Festspiele inszeniert. Er setzt dabei erstens auf seinen Darsteller und zweitens auf ein klug ausbalanciertes Zusammenspiel von Licht, Sound, Bewegung und Text. Das alles greift an diesem Abend tatsächlich mit großer Präzision perfekt ineinander und verbindet sich zu einer berührenden-abgründigen Performance.


| zurück