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Pressestimmen JazzFest Berlin 2011


Nils Landgren wurde bei seinem letzten Berliner-Festivaljahrgang vom Publikum des stets ausverkauften Festspielhauses zu Recht gefeiert. Das fünftägige Festival war ein enormer Erfolg. Fast alle Konzerte waren ausverkauft. Mehr als 8000 Zuhörer kamen. Nils Landgren hat seine Arbeit als Leiter des Jazzfestes nun zwar beendet. Doch er hat der Musik und den Musikern mit seinem letzten Festivaljahrgang einen großen Dienst erwiesen.
Christian Broecking, Süddeutsche Zeitung, 8. November 2011

Das Berliner Jazzfest ist nicht irgendeines der zahlreichen Jazzfestivals, die in den letzten Jahrzehnten aus dem Boden geschossen sind. Es hat Ruf und Geschichte als eines der am längsten bestehenden und am besten ausgestatteten deutschen Festivals, das in seiner Rolle als Schaufenster der Systemüberlegenheit des Westens den Jazz in konkurrenzloser Breite vorstellte. Vom Populismus der Klassiker bis zum Elitismus der Avantgarden, von der Darstellung des amerikanischen Wurzelwerks bis zur Schau seiner betörenden Blüten in einer Krone, die sich aus weltweit differenzierten Zweigen zusammensetzt. Das Jazzfest hat Glanz und Gloria – und also auch etwas zu verlieren, daran misst es sich jedes Jahr neu. Und daran misst sich auch der Erfolg von Nils Landgren, dem künstlerischen Leiter, der sich mit der aktuellen Ausgabe des über 40-jährigen Festivals nach vier Jahren aus Berlin verabschiedet.
Stefan Hentz, Der Freitag, 11. November 2011

So jung wie diesmal war das Berliner JazzFest, das insgesamt letzte von fünf unter der Leitung des schwedischen Gute-Laune-Posaunisten Nils Landgren, schon lange nicht mehr. Was bei ähnlichen Festivals die Ausnahme ist, war hier die Regel: Musiker unter 40 zeigen, wie sie es mit dem Jazz halten.
Josef Engels, Die Welt, 9. November 2011

Der Vierjahresvertrag von Nils Landgren als künstlerischem Leiter war damit erfüllt. Der unkonventionell lockere Ansager und sich genialisch einmischende Posaunist verabschiedete sich mit einem enorm vielfältigen Festival.
Ulrich Olshausen, Frankfurter Allgemeine Zeitung,
10. November 2011


Man könnte ihm allzu große Neigung zum Populären vorwerfen, zu wenig Avantgardismus oder thematische Stringenz seiner Programme. Doch was die Ära Nils Landgren beim Jazzfest Berlin in den Jahren 2001 und von 2008 bis 2011 auszeichnete, war das riesige Spektrum, das der schwedische Meisterposaunist einem begeisterten Publikum bieten konnte, eine Vielfalt, in der für jeden sowohl Ansprechendes als auch Anspruchsvolles zu finden war.
Isabel Herzfeld, nmz, Dezember 2011/ Januar 2012

Nils Landgren hat zu seinem „Ausstand“ das Programm lieber noch einmal mit ganz persönlicher Handschrift verfasst. Und die ist glücklicherweise vielfältig.
Tobias Richtsteig, Jazzpodium, Dezember 2011 / Januar 2012

Vielleicht könnte man eine gewisse Familiarität und Leutseligkeit als den persönlichen Touch der Landgren'schen Regentschaft beim Jazzfest verstehen. Seine ebenso offene wie unerschrocken populäre Politik überzeugte zwar nicht immer die strengen Jazzfans aber holte offensiv das Publikum ins Festspielhaus. Auch diesmal waren die meisten Konzerte wieder ausverkauft, und wieder erwies sich die Seitenbühne, die Landgren vor ein paar Jahren eingerichtet hatte, als spannender Spielplatz für allerlei grenzgängerische junge Leute zwischen dröhnendem Tuba-Tripbop und zischelndem Breakbeat-Bop.
Markus Schneider, Frankfurter Rundschau / Berliner Zeitung,
8. November 2011


Mit dem Programm des abschließenden Sonntags erinnerte das Jazzfest Berlin noch einmal eindringlich daran, wie es nach der Gründung 1964 als Schaufenster der Kultur des Westens schnell zu Bedeutung kam. Die großen Stars machten das Jazzfest zu einem der wichtigsten derartigen Events der Welt. Von diesem Nimbus zehrte es lange. Am Sonntag prunkte das Programm wieder einmal mit Klassikern wie eben dem Steve Swallow Ouintet oder dem Saxofonisten Charles Lloyd, der mit der Sängerin Maria Farantouri, einer Ikone der griechischen Demokratie Bewegung der 60er Jahre, eine kosmische Brücke schlug zwischen ihren Musikwelten. (…) Unabhängig davon, was und wie sie konkret spielen, verknüpfen solche Musiker das JazzFest mit dem Hauch der Geschichte. Die richtige Stimmung also, um Nils Landgren, den Posaunisten aus Schweden, der seit 2008 als künstlerischer Leiter des Jazzfests wirkte, zu verabschieden. „Immer nahe an den Menschen“, lobte der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, Landgrens Arbeit, „immer sich um alles kümmernd.“ Und angesichts von sehr gut ausgelasteten Häusern und mehr als 8000 zahlenden Zuschauern an den Festivaltagen, kann man dieses Lob durchaus nachvollziehen.
Stefan Hentz, Der Tagesspiegel, 8. November 2011

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