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Theatertreffen beim ilb

NEUE DRAMATIK AUS EUROPA

Die Lust und Neugier auf Gegenwartsdramatik ist größer denn je – sowohl bei den Theatermachern selbst wie auch beim Publikum. Machten wir uns gestern noch Gedanken darüber, warum auf deutschsprachigen Theaterspielplänen Shakespeare und Schiller dominieren und mit welchen Mitteln welcher Regisseur die Klassiker für heute neu interpretiert, so scheint das nicht mehr von zentraler Bedeutung zu sein.

Das ist auch beim Stückemarkt des Theatertreffens, der seit Langem Autoren entdeckt, fördert und sie über Jahre hinweg betreut, deutlich zu spüren. Von mangelndem Interesse seitens der Bühnen kann keine Rede mehr sein, auch sprudeln Preisgelder aus diversen Töpfen, und erfreulicherweise tun sich immer wieder neue Quellen auf, um das öffentliche Interesse an den meist noch jungen Autoren wach zu halten. Um diese Aufmerksamkeit buhlen Stückemarkt-Entdeckungen wie Oliver Kluck, Nis-Momme Stockmann, Philipp Löhle, Wolfram Lotz, Thomas Arzt, Anne Habermehl und viele andere mehr. Doch das Interesse scheint groß genug, um allen Platz zu lassen. Dazu erfreuen sich bei uns längst etablierte deutschsprachige Gegenwartsdramatiker wie Roland Schimmelpfennig und Dea Loher im Ausland großer Beliebtheit. Also: alles bestens?

Ja – und nein! Denn kaum einer der bei den Festivals für neue Dramatik zwischen Wien und Heidelberg, Wiesbaden und Berlin vorgestellten nicht-deutschsprachigen Autoren findet seinen Weg auf die Spielpläne der hiesigen Theater. Warum ist das so?

Mit unseren internationalen Partnern – wie der Sala Beckett in Barcelona, dem Nationaltheater in Temeswar oder dem Prager Theatre Letí – diskutieren wir schon länger intensiv die Gründe hierfür. Die Übertragung eines Theaterstücks in einen anderen gesellschaftlichen Kontext, die adäquate sprachliche Übersetzung, aber auch die fehlende Vernetzung von Theatern und Verlagen über die Grenzen des eigenen Landes hinweg scheinen schwer zu überwindende Barrieren zu sein. Letztlich sind wir uns aber mit all unseren Partnern einig: Gute Autoren gibt es überall – und die Neugier auf sie muss geweckt und der Austausch repräsentativ weiterentwickelt werden.

Beim internationalen literaturfestival berlin stellen wir nun sechs sehr unterschiedliche Stücke von Autoren aus Estland, Italien, Großbritannien, Rumänien, Tschechien und Spanien in einer dreistündigen Lesereise vor. Diese Auswahl entstand in Zusammenarbeit mit dem internationalen Netzwerk aus renommierten Förderplattformen. Die Autoren werden nicht nur in szenischen Lesungen präsentiert, sondern sind auch persönlich anwesend und stellen sich und ihre Arbeiten im Anschluss an die Lesung vor. Auch junge deutschsprachige Autoren sowie Vertreter der internationalen Plattformen für Gegenwartsdramatik werden als Gesprächspartner anwesend sein.

Wir laden alle an Gegenwartsdramatik Interessierten ein – Regisseure, Dramaturgen, Autoren, Verleger und andere –, neue Namen und Dramen aus europäischen Theaternationen kennenzulernen und sich über Stoffe des globalen Lebens lokal auszutauschen.

Iris Laufenberg
Leiterin des Theatertreffens

Konzept und Projektleitung
Iris Laufenberg und Yvonne Büdenhölzer
Mitarbeit: Sabrina Hofer
Redaktion: Giselind Rinn

Veranstalter
Berliner Festspiele / Theatertreffen
In Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin (7. – 17.9.2011)

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