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(Denk)Räume für Theater

Diskussion zwischen freien Theater- und Tanzschaffenden und Stadt- und Staatstheatern
Es diskutieren
Fanni Halmburger Performerin / She She Pop
Martin Stiefermann Choreograph
Matthias Lilienthal Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des HAU
Barbara Kisseler Kultursenatorin, Hamburg
Barbara Mundel Intendantin Theater Freiburg
Christiane Theobald Sprecherin der BBTK, Stellv. Intendantin und Betriebsdirektorin Staatsballett Berlin
Moderation Barbara Gronau

In Kooperation mit LAFT Berlin e.V., Tanzbüro Berlin, ZTB e.V.
und Hebbel am Ufer

Die Freie Darstellende Kunst hat in den letzten Jahren deutlich an gesellschaftlicher Relevanz und Sichtbarkeit gewonnen. Sowohl ästhetisch als auch in den Produktionsweisen gehen von ihr wesentliche Impulse aus. Jetzt sind die Freien beim Theatertreffen angekommen – ein Zeichen dafür, dass die einst kolportierten Gräben zwischen Freien und subventionierten Stadt- und Staatstheatern langsam verschwinden?

Im Zuge des sich wandelnden Arbeitsmarkts sind inzwischen mehr als die Hälfte aller darstellenden Künstler/innen freischaffend tätig. Immer häufiger begeben sich ausgebildete Tanz, Schauspiel- und Regieabsolvent/innen direkt nach dem Hochschulabschluss in die Selbstständigkeit. Dieser enorme Zuwachs lässt sich jedoch kaum noch in die bestehenden Förderstrukturen integrieren, so dass Theaterarbeit heute in hohem Maße auf der Grundlage von Selbstausbeutung erfolgt. Demgegenüber bieten die festen Häuser noch relative Kontinuität und solide Infrastruktur, geraten jedoch selbst zunehmend in Finanzierungs- und Rechtfertigungszwänge.

Die Frage nach der Bedeutung von Theater in der Gesellschaft stellt sich neu angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher, globaler und medialer Kontexte. Um darauf zu reagieren, scheinen ein gemeinsames Umdenken und der Ausbau bestehender Kooperationen zwischen den Freien und den Stadt- und Staatstheatern zwingend. Dabei sollte es um die Eröffnung von Perspektiven zu neuartigen und praktikablen Kooperationsformen zwischen freischaffenden, projektbezogenen Ensembles und Stadt- und Staatstheatern – auf Augenhöhe – gehen.
Wie sieht das Verhältnis von Stadttheater und Freier Szene heute aus, welche ästhetischen, strukturellen und produktionstechnischen Ansätze definieren beide Seiten und wo sind diese kompatibel oder aber divergent? Lassen sich Zukunftsvisionen beider Systeme in eine konstruktive Richtung denken?