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Pressestimmen zur Auswahl


Süddeutsche Zeitung, Christine Dössel, 16. Februar 2011

In memoriam Schlingensief

Die Auswahl zum Theatertreffen in Berlin birgt Überraschungen

(…) In diesem Jahr ist alles anders. Kein Stemann, kein Kriegenburg, kein Stelldichein der üblichen Verdächtigen. Die Theatertreffen-Jury kreißte und gebar eine Liste der zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen eines Jahres“, auf der sich erstaunlich viele Überraschungskandidaten befinden. (…)
Insgesamt recht interessant, diese Mischung. Mal was anderes. Und vielleicht auch ein Denkanstoß für die wie wild produzierenden Großbühnen, mal wieder durchzuschnaufen und sich auf das Eine, Besondere zu besinnen. Denn weniger ist oftmals mehr.

Die Welt, 16. Februar 2011

Theatertreffen nominiert Abseitiges und Großes

Jedes Jahr dieselben Fragen: Was hat die Jury des Berliner Theatertreffens als die „zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der vergangenen Saison“ ausgewählt? Hat sie das Erwartbare gekürt? Welche Maßstäbe wurden an Produktionen gelegt? Sollte ein Gleichgewicht zwischen großen und kleinen Häusern gewahrt bleiben, zwischen West und Ost, zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz? Spielten besondere Umstände eine Rolle – wie etwa der Tod von Christoph Schlingensief für die Wahl von „Via Intolleranza II“? (…)
Viele ähnliche Fragen wären möglich, und die Antworten recht beliebig. Wir freuen uns naturgemäß schon jetzt darauf, sie 2012 wieder stellen zu dürfen.

Frankfurter Rundschau, Stefan Keim, 16. Februar 2011

Berliner Theatertreffen

Orgien der puren Theaterlust

Dass Regisseure zweimal im selben Jahr für das Berliner Theatertreffen nominiert werden, kommt vor. Aber dass eine Inszenierung aus Schwerin anreist und eine aus Oberhausen – also nicht aus den Metropolen –, das ist neu. Herbert Fritsch, Jahrgang 1951, bekannt als körperbetonter Protagonist aus Frank Castorfs grandiosen Volksbühnenzeiten, hat in den vergangenen Jahren eine zweite Karriere begonnen. Seine Inszenierungen tragen eine sofort erkennbare Handschrift. Sie sind Orgien der puren Theaterlust.

Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 15. Februar 2011

Verrücktes Blut, verwegene Brut

Theatertreffen 2011: voller Überraschungen

Eines kann man der Kritikerjury, die jetzt für das Berliner Theatertreffen vom 6. bis 22. Mai die zehn „bemerkenswertesten“ Inszenierungen gewählt hat, diesmal nicht vorwerfen: dass es keine Überraschungen gibt. Trotzdem kommt nicht jede Nominierung ganz unerwartet. Dass Nurkan Erpulats Theaterhit „Verrücktes Blut“ vom Kreuzberger Ballhaus Naunynstraße dabei sein würde, dieser spielwitzige ultimative Kommentar zur Sarrazindebatte, war wohl klar. Die zweite Einladung für die freie Szene wirkt schon unverhoffter: Die Berliner Performerinnen She She Pop sind mit ihrem „Testament“ vertreten, das in Berlin, koproduziert mit der Hamburger Kampnagelfabrik, am HAU lief. (…) Auffallend wenige große Namen von Schauspielern und Regisseuren in diesem Jahr, auch Bühnen wie das Deutsche Theater Berlin, das Thalia in Hamburg oder die beiden Münchner Häuser fehlen.

taz, Katrin Bettina Müller, 15. Februar 2011

Thalheimer, Kriegenburg? Nein, nein!

Köln, die Provinz, und ein alter Bekannter in neuer Rolle: Die Auswahl der Jury zum Theatertreffen im Mai verzichtet fast gänzlich auf die üblichen Verdächtigen.

Die üblichen Verdächtigen, Thalheimer, Kriegenburg, nein, nein, Pucher, der ja. Am Schauspielhaus Zürich hat er den „Tod eines Handlungsreisenden“ inszeniert, genau verortet in der Zeit seiner Entstehung und dadurch Lust auf die Geschichte gemacht, wie Ellinor Landmann, Kritikerin aus Basel, begründet. Es ist nicht alles anders als in den anderen Jahren und doch fühlt es sich ein wenig so an. (…)
Die üblichen Vorwürfe konnte der Jury, die übrigens zum ersten Mal ihre Auswahl nicht bloß vermelden ließ, sondern leibhaftig begründete, keiner machen. Also keine Fragen, Vorfreude bloß. Genug Verschiebungen, um gespannt zu sein, auf neue Mitspieler, oder alte Bekannte in neuen Rollen.

Berliner Zeitung, Ulrich Seidler, 16. Februar 2011

Der Betrieb hat einen neuen Helden!

Die Auswahl für das Theatertreffen 2011 steht

Unergründlich und deshalb vielleicht ja doch gerecht sind die kommunikativen Mechanismen bei der Auswahl der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen für das Theatertreffen. Sieben Juroren trudeln durch den deutschsprachigen Raum und sichten, zwar nicht alle, aber doch immerhin 350 Inszenierungen pro Jahrgang. Off-Theater und Bühnen abseits der Metropolen fühlten sich in der Vergangenheit immer wieder übersehen. Nun aber folgte die Herde dem Regie führenden Ex-Volksbühnen-Schauspieler Herbert Fritsch nach Schwerin und Oberhausen und befand gleich beide Arbeiten für einladenswert. Das macht neugierig! (…)

Deutschlandfunk / Kultur heute, Hartmut Krug, 15. Februar 2011

Vorhang auf für neue und alte Gesichter

Jury präsentiert Auswahl für diesjähriges Theatertreffen

2011 weht ein frischer Wind durch die Jury-Auswahl: Bekannte Namen aber auch Neulinge stehen auf dem Programm. (…) Es gibt keinen Trend in der anregend bunten diesjährigen Auswahl, die von neuen Namen geprägt wird. Eines kann man der Theatertreffen-Jury in diesem Jahr nicht, wie im flauen vergangenen Jahr vorwerfen, dass sie sich wie so oft in die Kompromissfalle gerettet und weitgehend auf die arrivierten Häuser in München, Hamburg und Berlin und die immer gleichen Regisseure wie Marthaler, Kriegenburg, Kimmig und Thalheimer geeinigt hätte. (…)
Insgesamt – auch wenn der reisende Kritiker um die eine oder andere bemerkenswerte, aber nicht ausgewählte Inszenierung trauert – insgesamt überzeugt die diesjährige Auswahl: Sie macht Lust auf den Theater-Mai in Berlin.

westfalen-heute.de, 15. Februar 2011

Berliner Theatertreffen: Einladungen für Bochumer Regisseur und Ruhrtriennale-Produktion

Ritterschlag für Roger Vontobel: Der Hausregisseur des Schauspielhauses Bochum ist mit seiner Dresdner Inszenierung von Schillers „Don Carlos“ zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen. „Ein politisches Psychogramm der Gegenwart“, lobt die Festspiel-Jury das Stück, das im Mai auch als Gastspiel bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zu sehen ist. (…)

Schweriner Volkszeitung, Philip Schröder, 16. Februar 2011

Zufriedenes Grinsen im Staatstheater

Das ist der Oscar der Bühnen-Szene

Eine Mail nach der anderen ploppte gestern Nachmittag auf den Bildschirmen im Intendanten-Büro und der Pressestelle des Staatstheaters Schwerin auf, das Telefon klingelte am laufenden Band - Glückwünsche, Gratulationen, Nachfragen. So ist das, wenn man einen Oscar bekommt. (…)
Generalintendant Joachim Kümmritz nahm die Mitteilung Theatertreffen mit Begeisterung entgegen: „Dass das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin ausgewählt wurde, in Berlin mit dabei zu sein, zeigt, dass wir nicht nur im Hinblick auf die Besucherzahlen zu den erfolgreichsten Bühnen in Deutschland zählen, sondern auch namentliche Theaterkritiker von der Qualität unserer Arbeit überzeugen können.“ Die Glückwünsche wolle er ausdrücklich an Herbert Fritsch und das Schauspielensemble weitergeben, so Kümmritz: „Mein herzlicher Dank geht vor allem an den Schauspieldirektor unseres Hauses Peter Dehler, der wesentlich dazu beiträgt, dass hier in vielerlei Hinsicht erfolgreiche Inszenierungen gespielt werden.“

Der Standard, 15. Februar 2011

Berliner Theatertreffen 2011 mit einer österreichischen Inszenierung

Die Auswahl der Produktionen am prestigeträchtigen Berliner Theatertreffen 2011 steht fest. (…) Österreich ist mit der Burgtheater-Produktion von Kathrin Rögglas „Die Beteiligten“ vertreten, aber auch die Kölner Inszenierung von Elfriede Jelineks „Das Werk / Im Bus / Ein Sturz“ findet sich auf der Liste. (…) Besonders die Nominierung von Schlingensiefs letztem Stück ist für die Leiterin des Theatertreffens, Iris Laufenberg, von besonderer Bedeutung: „Dass wir 2011 das Theatertreffen ohne Christoph Schlingensief, aber mit der zuletzt von ihm realisierten Inszenierung beenden, ist schmerzlich und tröstlich zugleich. Seine Ideen und Visionen werden weiterleben.“

Märkische Allgemeine, Karim Saab, 16. Februar 2011:

Theatertreffen: Die großen Deutschen abgewählt

Glaubt man den Fachjuroren des Berliner Theatertreffens, ist in den letzten zwölf Monaten keiner großen deutschen Bühne ein Coup gelungen. Auf der Liste der „zehn bemerkenswertesten Inszenierungen“, die vom 6. bis 22. Mai zu Gastspielen nach Berlin eingeladen werden, sucht man vergeblich das Deutsche Theater Berlin, die Volksbühne, die Schaubühne oder eines der großen Häuser in München und Hamburg. Der Puls des zeitgenössischen Regietheaters scheint vielmehr in der Provinz zu schlagen: etwa in Dresden und Schwerin, in Köln und Oberhausen.
Die Nominierung zweier großer Häuser aus den deutschsprachigen Nachbarländern durchkreuzt aber den Eindruck, die Jury habe prinzipiell etwas gegen die Arrivierten. (…)

nachrichten.rp-online.de, Dorothee Krings, 16. Februar 2011

Großes Lob für Oberhausen

Lange hat man der Jury des Berliner Theatertreffens vorgeworfen, sie lade zum wichtigsten Treffen deutscher Bühnen nur große Häuser ein. Hamburg, München, Berlin – vorhersehbar, was beim Treffen zu sehen sein würde. Diesmal ist es anders, und darüber kann sich NRW freuen, denn diesmal ist nicht nur Karin Beier in Köln mit gleich zwei Einladungen für ihr Haus beehrt worden, auch Oberhausen gehört mit einer Regiearbeit von Herbert Fritsch zu den Auserwählten. Das ist Bestätigung und gerechter Lohn für die beharrliche Arbeit des Oberhausener Intendanten Peter Carp, der allen Sparmaßnahmen und Schließungsdrohungen gegen sein Haus aufregendes, unkonventionelles Theater entgegensetzt. (…) Selbst Düsseldorf darf sich mal über die Auswahl freuen, wenn auch nicht das Schauspielhaus. Vielmehr ist das dortige Forum freies Theater Koproduzent einer nominierten Performance von She She Pop. Außerdem ist Nurkan Erpulat mit einer Inszenierung vertreten. Die hat er zwar noch in Berlin realisiert, ab der kommenden Spielzeit aber ist Erpulat einer von drei Hausregisseuren des neuen Schauspielhaus-Intendanten Steffan Holm.

Hamburger Abendblatt, 17. Februar 2011

Ein Sieg für die Kleinen und die Alternativen

Jury wählt zwei Kampnagel-Koproduktionen fürs Theatertreffen

Bei der getroffenen Auswahl hat man nun weitgehend auf die arrivierten Häuser in Hamburg, Berlin und München verzichtet, wie auch auf Regienamen wie Thalheimer, Kimmig, Marthaler oder Stemann, die alljährlich eingeladen werden. Stattdessen hat man auf kleinere und Alternativ-Theater gesetzt aus Schwerin, Dresden, Berlin-Kreuzberg oder Oberhausen. Die großen Gewinner heißen aber Kampnagel Hamburg sowie bei den Regienamen Karin Beier und Herbert Fritsch, die je zweimal nominiert worden sind. (…)
Eine anregende, aufregende Auswahl, die nicht nach Konsens klingt und die man Anfang bis Mitte Mai in Berlin verfolgen kann.

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