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Das Theatertreffen-Blog 2010

Drei Wochen Dauereinsatz von Laptop, Kameras, Rucksäcken und Aufnahmegeräten. Beim Theatertreffen-Blog 2010 hielten acht junge Kulturjournalisten, davon ein englischsprachiger, das Treiben fest, was das deutschsprachige Theater bewegte: Denn es ging beim tt-Bloggen 2010 neben konkreten Debatten über die zum tt10 eingeladenen Inszenierungen auch um viele grundsätzliche Fragen, etwa um das Abdanken der Botho-Strauß-Generation und Großkritiker-Allüren, um die Menschen hinter den Kulissen, um die allgegenwärtige Krise, um die Arbeitsbedingungen der Theaterleute, insbesondere der freien Szene, um Alternativen für die tt-Einladungsliste, und ja, auch um den Sinn und Zweck von Theater – an sich und in der Zukunft. Es entstanden etwa 140 multimediale Beiträge zu den Gastspielen, dem Stückemarkt, dem Internationalen Forum und dem Rahmenprogramm, unterstützt von den Mentoren Dirk Pilz (Berliner Zeitung, nachtkritik) und Stefan Brausshausen (3Sat/kulturzeit). Sophie Diesselhorst (kultiversum) unterstützte die Schlussredaktion, Thomas Aurin erzählte von der Arbeit des Theaterfotografen. Die Userzahlen verdoppelten sich im Vergleich zu 2009: 14.938 Besucher, 23.219 Besuche und 227.828 Seitenaufrufe. Jeder Leser, der auf dieses Blog kam, las also durchschnittlich 9,81 Seiten und erstellte sich somit eine kleine individuelle Theaterzeitung – ohne Lieferzeit, Kioskgang, Altpapierentsorgung.

Das Blog enthielt weniger klassische Rezensionen – denn diese sind zu allen eingeladenen Stücken schon zur Genüge vorhanden –, sondern näherte sich auf individuelle, direkte und zeitgemäße Weise dem Festival- und Theaterbetrieb. Damit öffnete sich das Theatertreffen über die Grenzen der Spielorte und der Hauptstadt hinaus.

Wie es war, beim tt 10 zu bloggen:

Ich hatte ja ein bisschen Angst am Anfang. Vor diesem Theaterbloggen und vor den Theaterbloggern, den anderen. Davor, dass da sieben Jungjournalisten stehen, die die ganze Zeit nur hochintellektuelles Dramaturgenvokabular absondern wollen. Davor, dass das alles dann doch wieder nur die Fortsetzung des Feuilletons mit anderen Mitteln wird. Und dann? Treffe ich auf sieben höchst unterschiedliche und höchst kluge Menschen, von denen jeder einen Sack von schlauen, skurrilen, seltsamen und charmanten Ideen dabei hat, wie man sich heranwagen kann, an dieses Schreiben übers Theater. Und aus diesem Sack haben sie jeden Morgen um zehn ein paar dieser wunderbaren Ideen auf den Konferenztisch geworfen, und ich habe auch noch welche dazu geworfen und am Ende des Tages standen dann fünf oder mehr Beiträge auf der Seite, die von der soliden Inszenierungskritik über das Hintergrundinterview bis zum spontanen „Was ich auch die ganze Zeit mal loswerden wollte“ reichten. Und genau diese Mischung hat wahnsinnig Spaß gemacht. Und auch Mut: sich einfach mal zu trauen, ein bisschen anderes an das hochkulturheilige Theater ranzugehen, nämlich mit Lust und Leidenschaft und Meinung und Motzen und Lieben und Grübeln.
Judith Liere

Die Stimmen der anderen Blogger gibt es hier: www.theatertreffen-blog.de

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