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Lange Nacht des JIB

19:00 JIB Faculty Band
19:50 Duo Élegance Friedman/Weniger
20:35 Manfred Dierkes Trio
21:25 Judy Niemack’s Chillida Project
22:15 John Hollenbeck's Percussion and Sax Ensemble
22:50 Björn Sickert Archery Ensemble
23:30 Latin Band
00:10 JIB Big Band unter der Leitung von Ed Partyka

Als die Universität der Künste und die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ 2005 ihre Jazz-Sektionen zum Jazz-Institut Berlin (JIB) zusammenschlossen, hatte der lange beklagte Separatismus der Berliner Jazzausbildung endlich ein Ende. Seither strömen Virtuosen und Klangpioniere aus der ganzen Welt nach Berlin, um am JIB zu unterrichten.
Existierten die beiden Hochschulen zuvor ein Stück weit unabhängig von der Berliner Szene, hat sich der Input des JIB auf das hauptstädtische und europäische Jazzleben unter der künstlerischen Leitung von Peter Weniger ungemein gesteigert. Die Lehrer sind allesamt aktive Musiker der Berliner und internationalen Szene.
In der langen Nacht des JIB stellen einige Ausbilder des JIB Bands und Projekte mit und ohne Studenten vor. Ensembles unter Leitung von John Hollenbeck, Judy Niemack, Peter Weniger, David Friedman, Björn Sickert und anderen geben nicht nur Einblick ins gegenwärtige Innenleben des JIB, sondern auch einen Ausblick auf künftige Optionen des europäischen Jazz.

JIB Faculty Band
Die JIB Faculty Band besteht aus Lehrenden des Jazz-Instituts. Das Repertoire der Band wird von den Dozenten selbst in Form von Eigenkomposition bestimmt, deren Arrangements auf die individuellen Solisten zugeschnitten sind.
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Duo Élegance Friedman/Weniger
David Friedman, vibes | Peter Weniger, sax

Der amerikanische Vibrafonist David Friedman gehört fraglos zu den führenden Vertretern seines Instruments. Die unerschöpfliche Ausdruckskraft seines Spiels ist in zahllosen Konzerten und Aufnahmen mit so unterschiedlichen Künstlern wie Leonard Bernstein, Bobby Mc Ferrin, Wayne Shorter, George Benson oder Yoko Ono manifestiert. Seine Begegnungen mit Jazz-Koryphäen wie Joe Henderson, Ron Carter, Johnny Griffin, Horace Silver oder Dino Saluzzi waren immer geprägt durch den offenen Dialog und das Bestreben, die Klangmöglichkeiten seines Instruments zu erforschen. Sein Projekt Double Image mit dem Marimba-Spieler Dave Samuels gilt als wegweisend für das Genre des Instruments. Friedman’s Lehrtätigkeit im Jazz-Department der Universität der Künste in Berlin hat ihm weltweites Ansehen auf dem pädagogischen Sektor verschafft.
Peter Weniger gehört zu den führenden Instrumentalisten der europäischen Jazzszene. Der heute in Berlin lebende Saxofonist spielte im Verlauf seiner bisherigen Karriere unter anderem mit Musikern wie John Abercrombie, Adam Nussbaum, Conrad Herwig, Jeff Hamilton oder Dave Liebman auf und war auch auf CDs und in Konzerten mit Jasper van’t Hoff, Eddie Palmieri, Billy Cobham, Jean Louis Matinier u.v.a. zu hören. Eine aktuelle Allstar-Band deutscher Jazz-Musiker käme ohne sein Saxofonspiel nicht aus und sein an Vorbildern wie Sonny Rollins, Stan Getz und Warne Marsh geschultes Spiel ist in New York genauso geschätzt wie in Paris oder Barcelona. Neben seinen Live-Aktivitäten unterrichtet der gebürtige Hamburger seit 1999 im Rahmen einer Professur an der Universität der Künste in Berlin und ist dort der künstlerische Leiter des Jazz-Instituts.
Friedman und Weniger bilden in der eher seltenen Kombination von Vibraphon und Saxophon ein außerordentliches, außergewöhnliches und elegantes Duo. Beide Instrumente nehmen mit schwebenden Harmonien, mit Frage und Antwort, mit Locken und Verlocken, mit Binden und Lösen, mit Spannung und Ruhe ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise der besonderen Art. Zwei Spitzenmusikern gelingt mit phantasievollen Interpretationen und Kompositionen eine verzaubernden Atmosphäre höher Musikalität und Spiritualität.
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Manfred Dierkes Trio
Manfred Dierkes, guitar | David Roloff, bass | Mario Würzebesser, drums

Das Trio um den Gitarristen Manfred Dierkes und den Schlagzeuger Mario Würzebesser arbeitet an der Integration von Fingerstyle Jazzguitar und Konzertgitarre und konventionellem Jazzgitarrentrio. Die polyphonen Möglichkeiten der Gitarre werden so im Bereich der Komposition und vor allem Improvisation völlig neu beleuchtet. Durch neu entwickelte Spieltechniken der Jazzgitarre entstehen ungewöhnliche Klangbilder, die durch das ebenfalls farbenreiche und offene Spiel von Würzebesser getragen und interaktiv verwoben werden. Gemeinsam veröffentlichten sie die CD Caldera bei Acoustic Music Records.
Der Bassist David Roloff ist derzeit Student am JIB und hat hiebei durch unterschiedlichste Projekte und Ensembles mit Dierkes und Würzebesser musikalisch Bekanntschaft geschlossen. An diesem Abend nun ist er unser besonderer Gast.
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Judy Niemack’s Chilliada Project
Judy Niemack, voice
Gerard Presencer, trumpet
Ludwig Nuss, trombone
Wolfgang Koehler, piano,
Marc Muellbauer, bass
... and students and faculty from the JIB

“She sings like an angel, or at least like an angel who’s heard Basie and Miles …” (Downbeat)
Judy Niemack, leader of the JIB vocal department, will present selections from her work-in-progress, the Chillida Project, inspired by Spanish artist, Eduardo Chillida, and his “Wind Comb” (Peine del Viento), three spectacular steel sculptures anchored to the rocks and surrounded by the sea in Spain. Combining photography and music with her lyrics related to light, air, water and movement, Judy will explore the elemental connection between voice and spirit.
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John Hollenbeck Percussion and Sax Ensemble
Percussion: Julius Heise, John Hollenbeck, Christian Tschuggnall, Joonas Leppänen, Julian Külpmann
Alto Saxophone: Bastian Duncker, Kati Brien, Moritz Köther, Charlotte Greve

“Ziggurat (exterior)” was commissioned by the Youngstown Percussion Collective. It is inspired by both ancient ziggurats, (ancient ceremonial buildings similar to Pyramids but older-still in the modern day Iraq) and modern construction (specifically-the sounds of building sites in contemporary Manhattan). The organizational and communication systems of a typical construction team are used to organize the music in real-time. The structure of the piece is decided “on the spot” by the “contractor” and “sub-contractor” whose decisions are then quickly passed down the line to the team of “skilled workers”.
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Björn Sickert Archery Ensemble
Archery bedeutet Bogenschießen, eine der favorisierten Beschäftigungen von Björn Sickert. Mit einem Langbogen sind Schüsse von mehreren Hundert Metern möglich, abhängig von der Bauweise und Zugkraft. Diese Tätigkeit kann nur im Freien ausgeübt werden, wodurch der Bogenschütze mit den ständig wechselnden Begebenheiten der Natur zu tun hat. Es kommen zwar eine Menge Bögen vor, die Musik des Archery Ensembles handelt jedoch nicht vom Bogenschießen alleine. Vielmehr beschreibt Archery die innere Haltung während des Musizierens und des Kompositionsvorgangs.
Die vorliegende Instrumentierung bietet viel Raum für eher unübliche Orchestrierungen. Die Dichte variiert von sehr offen, beinahe dünn zerbrechlich, zu dicker Mehrstimmigkeit und agilem Kontrapunkt.
Als Songtexte kommen Gedichte von Rilke zum Einsatz.