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Pressestimmen JazzFest Berlin 2010


Dass sich gleichzeitig der Bogen von Emil Mangelsdorffs auch heute noch aktuellem Bebop über die Auseinandersetzung mit der Musik der Welt, der Avantgarde und des modernen Pop zurück zu einem aktuellen Umgang mit dem modern Jazz schloss, kann vielleicht mit der Bodenvase verglichen werden, aus der im Bild des JazzFest-Posters der Blumenstrauß sprießt - und bei näherem Hinsehen die Basis für allerhand Raupen, Krabbeltiere, Gerüche und Geräusche bietet. Im kommenden Jahr wird Nils Landgren zum letzten Mal als künstlerischer Leiter einen solchen Strauß zusammenbinden. Man darf sich auf Überraschungen freuen!
Tobias Richlsteig, JazzPodium, Dezember 2010 / Januar 2011

Ein fast völliger Verzicht auf die Amerikaner (jedenfalls die ganz prominenten) und folglich die Hinwendung der Scheinwerfer auf das immer selbstbewusster werdende Europa: das war die Leitidee des diesjährigen JazzFests Berlin. Sie führte zu einer Menge, von Deutschland-Premieren, beeindruckenden Entdeckungen und einem sehr geringen Durchschnittsalter bei den Mitwirkenden.
Ulrich Olshausen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. November 2010

Es begeisterten auch Augenblicke künstlerischer Intimität, wie sie etwa der Altsaxofonist Paul van Kemenade im Duo mit dem Pianisten Stevko Busch auf der Club-Bühne des Quasimodos schuf. Ausgerechnet übrigens mit Musik des Klassikers Alexander Glasunow, von dessen neoromantischer Klangwelt van Kemenade sich wie viele Kollegen der mittleren Generation mindestens ebenso intensiv distanzieren musste wie von Charlie Parker, um eine eigene Ausdrucksform zu finden.
Tatsächlich waren dies die europäischen Momente, die Nils Landgren erhofft haben dürfte, Momente, die unspektakulär, aber beseelt, traditionsverwurzelt, aber humorvoll reflektiert Eigenes formulieren und damit die Diskussion für die kommenden Jahre eröffnen.
Ralf Dombrowski, Süddeutsche Zeitung, 11. November 2010

Wer näher am Puls des aktuellen europäischen Jazz sein wollte, der musste die kleinen Nebenspielplätze aufsuchen, die Clubs, Seitenbühnen oder das Berliner Jazz-Institut. Die zierliche Französin Celine Bonacina blies mit ihrem schweren Bariton-Saxophon und der vitalen Rhythmus-Band den Zuhörern urbane Sounds und Grooves entgegen, die englischen Bands „Partisans“ und „Led Bib“ bewiesen, dass sich Rock-, Funk- und Punk-Gesten sehr wohl mit modernem Jazz-Verständnis vereinbaren lassen und zu einem der Höhepunkte geriet der Auftritt des holländischen Saxophonisten Paul von Kemenade – aber erst, nachdem sich US-Posaunist Ray Anderson im zweiten Set feurige Duelle mit dem Bandleader lieferte. „Made in Europe“ funktionierte also – und das umso besser, wenn man dem Anderen die Tür offen hält.
Michael Klein, Ruhrnachrichten, 11. November 2010

Berlin’s 2010 fest reminded us that some of jazz’s most enticing sounds are happening across the drink.
Joe Woodard, Santa Barbara Independent, 16. November 2010

In programming, the Berlin festival is invitingly-and proudly-off the grid, occurring deep in the autumn rather than in the heat of the summer festival circuit, when many of the American jazz acts are making the rounds. Geographically and artistically, Berlin's fest also takes advantage of its position in the relative center of Europe, ushering in sounds from all sides of the German capitol. The 2010 model was especially Eurocentric, following the theme of “made in Europe, mostly.” Whether that focus was a deliberate cultural survey or a cost-saving gesture, or both, the concentrated variety of Euro-jazz made for a rewarding cavalcade of trans-Atlantic variations.
Joe Woodard, JazzTimes, 15. November 2010

Berliners seeking to iIIuminate November gloom consider several bright options: a luminous ascent inside the Reichstag's glass dome, a stroll along Kudamm to KaDeWe’s tinsellating Christmas windows or basking in the aural brilliance in and around Festival House during JazzFest Berlin, In JFB’s 46th edition and Swedish trombonist Nils Landgren’s third as musical director, 27 bands with nearly 200 musicians from 20 nations were summoned to the swinging synod. (…)
Landgren’s taste for bass-elef instruments continues to lend the fest a sonorous and vibrant air. Excluding string bassists, the informal tally ran to three dozen bass-clef players. Several proved major soloists: Celine Bonacina on irrepressible bari and Denis Colin, Ulrich Drechsler, Per “Texas” Johansson, all on bass clarinet.
Fred Bouchard, All About Jazz: New York, Dezember 2010

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