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ACHTUNG TRANSIT

Meet International Theatre Makers (14. bis 16. Mai)

Was passiert, wenn ein Regisseur aus Buenos Aires auf einen Berliner Bühnenbildner trifft? Ein Musiker aus Neu-Delhi mit einem Performer aus Krakau ein Projekt entwickelt? Oder eine ungarische Theaterproduktion in Peking gastiert? Nimmt man eine fremde Kultur überhaupt wahr, wenn man in der Fremde gestalterisch tätig ist? Derzeit wird im Bereich der Hochkultur viel ausprobiert, wobei dieser Kulturaustausch in den globalen Zentren stattfindet, die auf Hochgeschwindigkeits-Transitstrecken erreicht werden. Ist während der Transit-Reisen ein Blick auf den Wegesrand gleichwohl möglich? Komplexe, weltweite Kooperationen und Netzwerke blühen, und trotzdem gibt es sie, die Missverständnisse, Vorurteile und Unterschiede.

In diesem Jahr wird das Theatertreffen den Austausch mit dem aus aller Welt angereisten Fachpublikum intensivieren und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt und der Allianz Kulturstiftung ein transkulturelles Wochenende im Haus der Berliner Festspiele. Unter dem Titel ACHTUNG TRANSIT begegnen sich renommierte Künstler und Kulturexperten aus der internationalen und deutschen Kulturszene sowie Theater- und Festivalmacher aus verschiedenen Generationen und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Die trotz – oder wegen? – der Globalisierung existierenden Missverständnisse und Vorurteile sollen im Hinblick auf künstlerische Produktionsweisen und Trends verglichen und diskutiert werden.

In der Begegnung der Theaterschaffenden aus aller Welt lassen sich Übergänge und Zwischenräume internationaler Theaterarbeit erkunden. ACHTUNG TRANSIT soll diese komplexen Zusammenhänge in Vorträgen auffächern und in performativen, zuweilen experimentellen Workshops verhandeln.

In seiner Eröffnungsrede zu ACHTUNG TRANSIT wird der niederländische Regisseur und künstlerische Leiter des NT Gent Johan Simons Impulse setzen. Aus seinen Erfahrungen als Regisseur und Theaterleiter im deutschen und internationalen Kontext entwickelt er eine Vision für ein zeitgenössisches internationales Stadttheater. In den anschließenden Workshops wird unter anderem der Frage nachgegangen, warum in den nicht-deutschsprachigen Ländern die Position des Dramaturgen im Theater nicht bekannt ist und dennoch Theaterproduktionen zustande kommen. Aber auch urbanes Gärtnern und persönliche Feste des Schenkens stehen als Workshop-Themen auf dem Programm.

Die Auswahl des diesjährigen Theatertreffens beinhaltet einige Produktionen, die im internationalen Kontext entstanden sind. Ein weiteres gelungenes Beispiel für eine länderübergreifende Theaterarbeit ist mit „Dritte Generation“ während des Theatertreffens an der Schaubühne zu sehen (11. bis 15., 17. und 18. Mai). Dieses Work in progress der israelischen Autorin und Regisseurin Yael Ronen ist eine Koproduktion mit dem Habima National Theatre of Israel. Gemeinsam mit deutschen, palästinensischen und israelischen Schauspielern wagt sie sich an die schicksalhaften Beziehungen, die das Verhältnis dieser drei Nationen bestimmen.

Im Rahmen von ACHTUNG TRANSIT wird ein internationaler Blogger-Stammtisch über die Möglichkeiten des digitalen Kulturaustauschs diskutieren und zusammen mit dem Team des Theatertreffen-Blogs in Echtzeit berichten. Den Abschluss des transkulturellen Wochenendes bildet die öffentliche Diskussion mit prominenten Teilnehmern zum Thema „Kulturnation Deutschland – Exportschlager oder Auslaufmodell?“

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