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JazzFest Berlin ’09

„It Must Schwing!“ und mehr beim JazzFest Berlin ’09

Das JazzFest Berlin ’09, das in diesem Jahr vom 4. bis 8. November stattfindet, steht ganz im Zeichen von „70 Jahre Blue Note“. Die Gründer des berühmten Jazz-Labels, Alfred Lion („It Must Schwing!“) und Francis Wolff, kamen aus Berlin und emigrierten in den Dreißigern des letzten Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten.

Francis Wolff fotografierte die Musiker und gestaltete die Cover der Schallplatten. Im Jüdischen Museum Berlin werden ab 30. Oktober zahlreiche dieser Bilder zu sehen sein – ein schöner Anlass, um im Glashof des Museums einige erlesene Künstler zu präsentieren, u.a. Robert Glasper, den aus Texas stammenden Pianisten, der sein Blue Note Debüt im Jahr 2005 gab. Auch Aaron Parks, 25 Jahre alt, hat jüngst seinen Vertrag mit Blue Note Records unterschrieben. Sein Debütalbum „Invisible Cinema“ wurde enthusiastisch gefeiert und hat ihm eine Aufnahme in die Elite der „New Jazz Visionaries“ (JazzTimes) beschert.

Zu den profiliertesten Blue Note-Künstlern der Gegenwart gehört der Trompeter und Komponist Terence Blanchard. Er wird dieses Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg sein „A Tale of God’s Will (A Requiem For Katrina)“ aufführen und damit das JazzFest Berlin ’09 am 4. November eröffnen. Der Grammy-nominierte Film „Blue Note – A Story of Modern Jazz“ (1997) von Julian Benedikt wird in einer Sonntagsmatinee im Martin-Gropius-Bau bei freiem Eintritt gezeigt. Weitere klassisch Blue Note-gefärbte Acts: der Posaunist Curtis Fuller und Sheila Jordan, die erste Sängerin vor Alfred Lions Mikrofonen, begleitet von Steve Kuhn, der ebenfalls zum gefeierten Label gehörte.

Neben diesem musikalischen Hauptgericht, hat Nils Landgren, der Künstlerische Leiter des JazzFest Berlin, ganz nach seinem bewährten Motto „Gute Musik zeigen“ noch weitere amuse-gueules ins Festival-Menu aufgenommen. Darunter ein buntes „Smorgasbord“ mit skandinavischen Bands, die sich seit dem Beginn der Landgrenschen Ägide unüberhörbar in Stellung bringen, z.B. das Tingvall Trio, das Ensemble Denada, Mathias Eick oder Arild Andersen.
Der Norden erfährt sein Gegenstück in der musikalischen Post-Apartheid Generation Südafrikas: im Donnerstagabend-Konzert stellen sich der Perkussions-Dozent Dizu Plaatjies und die Afro-Soul Sängerin Lira vor.

Nils Landgren liegt New Orleans als Quelle ständiger Inspiration besonders nah. Nach der schon erwähnten Eröffnung mit Terence Blanchard ist es John Scofields Piety Street Band am Ende des Festivals, die nach dem Berlin-„Schwing“ der vorhergegangenen Tage ihre „I’ll fly away“-Schwingen ausbreitet.

PS. Sie haben schon mal was von den berühmten Neumann-Mikrofonen gehört? Dann sind Sie schon auf dem richtigen (Einstein-)Ufer des neuen JazzFest-Spielorts beim Jazz-Institut Berlin, der Kaderschmiede für kreativen Nachwuchs in Sachen Jazz.

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