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EARLY US TAPE MUSIC + FILM

SONIC ARTS LOUNGE

John and James Whitney
Five Film Exercises (1943/1945)
Christian Wolff
For Magnetic Tape (1952)
Erster Satz, Mono Tonband
Morton Feldman
Intersection for Magnetic Tape (1953)
8-Kanal-Tonband
Ian Hugo/Anaïs Nin
Bells of Atlantis (1952)
Film mit elektronischer Musik von Louis und Bebe Barron
Earle Brown
Octet II (1954)
UA der ersten Realisation für 8-Kanal-Tonband von Volker Straebel und Folkmar Hein AW
Herbert Matter
Works of Calder (1950)
mit akustischer Filmmusik von John Cage (prepared piano)
Vladimir Ussachevsky
Sonic Contours für Klavier auf Tonband (1952)

Volker Straebel, Moderation

In Zusammenarbeit mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. und Elektronisches Studio der TU Berlin – Fachgebiet Audiokommunikation

Parallel zur Musique concrète in Paris und der Elektronischen Musik in Köln entwickelte sich in den USA Ende der 1940er Jahre die Music for Tape oder auch „Tape Music“.

Die magnetische Schallaufzeichnung wurde in Nordamerika ab 1930 eingeführt und gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg an Hochschulen und private Haushalte. Die ersten bekannten Studien zur schöpferischen Nutzung des Tonbands samt einfacher elektronischer Klangerzeugung stammen u.a. von Louis und Bebe Barron, sie produzierten bevorzugt Filmmusiken, wie beispielsweise Bells of Atlantis oder die Musik für den Film Forbidden Planet („Alarm im Weltall“). Im Studio der Barrons arbeitete auch John Cage, der 1951 gemeinsam mit den Komponisten Earle Brown, Morton Feldman, David Tudor und Christian Wolff das „Music for Magnetic Tape Project“ ins Leben rief. Sie experimentierten mit den Aufzeichnungen elektronischer und auch natürlicher Klänge, kombinierten sie mit Instrumentalmusik, Tanz und Bildender Kunst. Die Vorführung der MaerzMusik im Kino Arsenal stellt einige der interessantesten Kompositionen und Dokumentationen dieses Projekts vor.

Das Zentrum der Music for Tape war das Electronic Music Center der Universitäten Columbia in New York und Princeton in New Jersey. Dort wiesen die Komponisten Vladimir Ussachevsky und Otto Luening ihre Studenten in den kreativen Gebrauch neuester Tontechnik ein. Sonic Contours von Ussachevsky gehörte zu den Stücken, die 1952 im New Yorker Museum of Modern Art präsentiert wurden, bei einem Konzert, das per Rundfunk übertragen wurde, und in dem die Music for Tape erstmals an die breite Öffentlichkeit gelangte.