| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | MaerzMusik | Künstler
| Künstler
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Christian Wolff

Samstag 28. März 16.00 Uhr
Samstag 28. März 22.30 Uhr

geboren 1934 in Nizza, lebt in Hanover/New Hampshire, USA. Sohn des bekannten deutschen Verlegers Kurt Wolff. Die Familie musste Europa verlassen und emigrierte in die USA. Seit 1941 wuchs er in New York auf, studierte Altphilologie an der Harvard University und lehrte das Fach am Dartmouth-College in Hanover/New Hamshire. Seinen ersten Klavierunterricht hatte er bei Grete Sultan, die ihn 1950 mit John Cage bekannt machte. Wolff war der Jüngste im Kreis um John Cage, zu dem auch Morton Feldman, Earle Brown, der Pianist David Tudor, der Tänzer und Choreograf Merce Cunningham und die Maler Robert Rauschenberg, Mark Rothko und Philip Guston gehörten. Gemeinsam mit Brown, Feldman und Tudor gründete das Project of Music for Magnetic Tape, wo sie mit der Aufzeichnung von Klängen und deren Verbindung zu Instrumentalmusik, Tanz und Bildender Kunst experimentierten. In den 1960er Jahren stand er den Komponisten Frederic Rzewski und Cornelius Cardew nah und experimentierte mit verschiedenen Konzepten zur improvisatorischen Interaktion und zur „parlamentarischen Teilnahme“ der Interpreten am musikalischen Geschehen. Wolffs Auffassung von Unbestimmtheit, für die er den Begriff „cueing“ setzte, bezog sich als grundlegendes Element auf die Interaktion der Ausführenden, deren voneinander abhängende Reaktionsweisen, womit er dem Aspekt Zufall eine deutliche psychologische Komponente beimischte. Später nahm er auch konkret politische Inhalte in seine Kompositionen auf. 1972 war Wolff an den Darmstädter Ferienkursen beteiligt, 1974 war er Stipendiat des DAAD in Berlin. Seit 1999 ist er Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

| zurück