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Pressestimmen JazzFest ’08

„Nils Landgren ist ein JazzFest gelungen, das den Weg aus dem vermeintlichen Elfenbeinturm zurück zum gemeinsamen Feiern gefunden hat.“
Tobias Richtsteig, Jazzpodium, Dezember 2008 / Januar 2009

„Dass Nils Landgren als neuer künstlerischer Leiter des Berliner JazzFests im Vorfeld immer wieder beteuerte, der Schwerpunkt 2008 sei, keinen Schwerpunkt zu haben, war eigentlich unnötig. Letztlich ist es nicht notwendig, mühsam rote Fäden zu spinnen, der eigene Geschmack sollte als Auswahlfaktor mehr als ausreichend sein. Und offensichtlich fühlte sich der Mann mit der roten Posaune wie ein Kind im Bonbon-Laden. Auch wenn der finanzielle Rahmen etwas enger gesteckt war als in den Vorjahren, holte er sich von überall her und aus allen Epochen seine persönlichen Lieblingsbands. Das Publikum dankte es ihm – viele Konzerte waren schon im Vorfeld ausverkauft, die Konzerte in den Clubs platzen aus den Nähten, die Jazzfans feierten bis in die Morgenstunden. (…) Nils Landgren kann sich und der JazzFest-Crew auf die Schulter klopfen – auch wenn es sicher Stimmen geben wird, für die das JazzFest zu kommerziell, „zu wenig Jazz“ war. Sie dürften aber in der Minderheit sein. Man darf schon jetzt gespannt sein, was Mr. Posaune nächstes Jahr aus dem Bonbonladen plündern wird.“
Angela Ballhorn, Jazzthetik, Dezember 2008 / Januar 2009

„Die Jungen sind die Interessantesten. Dieses Resümee zum Jazzfest Berlin 2008 können freilich nur die Besucher bestätigen, die neben den großen Konzerten im Haus der Berliner Festspiele noch den Weg fanden in den Charlottenburger Club ,,A-Trane". Dort spielten die Könner unter 30, etwa Niels Klein mit seinem Quartett ,,Fire- mana", die Gruppe ,,Soap“ mit Magnum Coltrane Price als Gast oder das Arne Jansen Trio. (…) Auch im gediegenen Ambiente des Hauses der Berliner Festspiele hatte der für drei Jahre zum künstlerischen Leiter des Jazzfestes Berlin berufene Nils Landgren frappierende Jazzereignisse programmiert. Der schwedische Posaunist, der auch Co-Leiter der NDR-Bigband ist und als Professor in Hamburg lehrt, entkräftete mit den diesjährigen Programm sämtliche Befürchtungen, dass in Berlin skandinavische Seilschaften, NDR- Big Band-Familientreffen oder Party-Jazz à la Landgrens Funkjazz-Kapelle „Funk Unit“ überhand nähmen. Nicht Neuentdeckung und Experiment hieß sein Credo, sondern Qualität. (…) Die nächsten beiden Jahre mit Nils Land- gren als Leiter werden nicht langweilig werden.“
Andreas Kolb, Neue Musikzeitung, Dezember 2008 / Januar 2009

„Nur keine Themen-Schienen, bindenden Uberschriften oder Schwerpunkte! Diese Attitüde fand man dieses Jahr bei mehreren Festivals. Bei Nils Landgren, der die künstlerische Leitung des Jazzfests Berlin nach 2001 erneut, diesmal für drei Jahre, übernahm, stand sie gleich nach der Vertragsunterzeichnung auf der Fahne. Also hinein ins volie Leben, freier Griff in die turbulenten Gewässer des Jazz mit all den Karpfen und Hechten.(…)Die Skepsis, die nach Landgrens Bestallung geäußert wurde, dass er nämlich ein Programm wie die von ihm 2001 bestellten Botschaften aus Skandinavien Iocker bewältigen könne, sich an der WeltIäufigkeit, die ein Festival wie das in Berlin letztlich einfordert, verheben würde - diese Skepsis hat Landgren in den Wind geblasen. Eine neue Ara hat in Berlin nicht angefangen, und das ist als Kompliment zu verstehen. Denn Landgrens Vorgänger Peter Schulze, dessen Ablösung man nicht gerade als dringlich ansehen musste, hat verdammt große Fußstapfen hinterlassen.“
Ulrich Olshausen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. November 2008

„Vor Beginn des Jazzfestes hatte Landgren, der wie erwartet einige Zugabensets mit seiner Posaune bereicherte, angekündigt, es werde jede Menge Party und gute Musik geben. Ein derartiges, scheinbar minimalistisches, Konzept ist offensichtlich wesentlich tragfähiger als die Konstruktion von stilistischen oder regionalen Schwerpunkten. Zwei weitere Jahre wird der Schwede Gelegenheit haben, diese These zu untermauern. Aber wer ihn kennt, muß damit rechnen, daß er dann ein ganz anderes Jazzfestkaninchen aus dem Hut zaubert.“
Rainer Balcerowiak, Junge Welt, 12. November 2008

„Herbie Hancock kommt aus der Tiefe des Raumes zurück, spielt auf einem Umhängeklavier, einem Keytar (zusammengesetzt aus Keyboard und Guitar), die ersten und unverkennbaren Takte von "Chameleon", dem alten Funk-Fusion-Gassenhauer der ehemaligen Hancock-Band The Headhunters. Jetzt brodelts und krachts im Saal. In genau dieser Sekunde ist das Berliner Jazzfest 2008 da angekommen, wohin Nils Landgren, der neue künstlerische Leiter, die zuletzt angestaubte, mit viel Tradition behaftete Veranstaltung haben wollte. Es groovt, es swingt, das Leben ist schön, die Baustellen stören gerade nicht. "Jazz We Can" ist auf einem Banner zu lesen. Bei seinem zweiten Versuch nach 2001 ist es Landgren, selbst einer der profiliertesten Jazz-Posaunisten Europas, gelungen, die Musik aus den Köpfen wieder in die Herzen zu holen. Glücksgefühle im Jazz-Publikum - und das schämt sich nicht!“
Thomas Gotthardt, Heidenheimer Zeitung, 12. November 2008

„So ging mit Hancock und Sanborn ein Jazzfest zu Ende, das so amüsant, cool, albern und kurz- weilig war wie schon seit Jahren nicht mehr. Mit der heiteren Nonchalance, mit der der neue Festival-Leiter Nils Landgren seine Musiker anzukündigen pflegte, hatte er auch sein Programm gestrickt; echte Entdeckungen - wie die hier bereits ausführlich gepriesenen Wildbirds & Peacedrurns - waren dabei ebenso gut vertreten wie die massenbegeisternden Stars.“
Jens Balzer, Berliner Zeitung, 11. November 2008

„NiIs Landgren, der nach sieben Jahren wieder zurückgekehrte künstlerische Leiter des Jazzfestes, hat sehr schnell umgesetzt, wofür man ihn geholt hat: für Stimmung zu sorgen. Bereits 2001, als der Schwede das Festival einmal leitete, war ihm das ja schon überaus erfolgreich gelungen. Danach folgte eine Zeit der zuweilen etwas faden Jazzfeste. Soll man Landgren nun als Erlöser und Jazz-Obama feiern? Natürlich nicht. Aber er ist auf jeden Fall einer, der auf Versöhnung setzt, statt zu spalten. Sein Programm ist frei nach dem US-Funk-Präsidenten Clinton (George, nicht Bill) one jazzfest undera groove. Es überwiegen Bands, die Bürgerbewegung in allererster Linie als Tanzen definieren würden.“
Josef Engels, Die Welt, 11. November 2008

„Sein erstes Jazzfest als Leiter nach sieben Jahren Abstinenz stand ohne Frage fast gänzlich im Zeichen der guten Vibrationen und des Groove: Maceo Parker und seine Estrelkompatible Verbeugung vor Ray Charles. Die Brass-Band ,,Bonerama", die mit vier Posaunen, einer Tuba, Gitarre und Schlagzeug zum Vergnügen der Hüftknochen derben Schweinerock interpretierte. Der Altsaxofonist David Sanborn, sonst ein etwas süßlicher Allesbediener, der sich bei seinem Auftritt mit fettem Bläsersatz auf den Soul-Jazz der ganz frühen Tage, auf Hank Crawford, David ,,Fathead Newman und King Curtis besann. Nicht zu vergessen: der israelische Überflieger-Kontrabassist Avishai Cohen, der traumhaft zwischen europäischer Kammermusik, sephardischen Liedern und komplexen Fusionjazz-Licks vermittelte.“
Josef Engels, Berliner Morgenpost, 11. November 2008

„Nach Jahren der Profilsuche hat sich das JazzFest in diesem Jahr wieder auf seine kulturelle Kompetenz besonnen. Es bildet zwar keine aktuellen Strömungen ab, von Alt-Stars wie Herbie Hancock und David Sanborn ist Neues auch nicht zu erwarten. Doch der Promi-Factor ist zurück, Traditionslinien durchziehen das bunte Programm, man ist wieder im Jazz angekommen. Noch gab es keine nennenswerten Acts, die nicht auch auf anderen großen deutschen Festivals stattfinden. Noch ist das Festival noch weit davon entfernt, was es heute braucht, um über die Region hinauszustrahlen. Doch das Spiel ist eröffnet. Nächstes Jahr wird das Label Blue Note 70 und das JazzFest hat ein Thema.“
Christian Broecking, Die Tageszeitung, 11. November 2008

„Es ist der dramaturgische Höhepunkt des Festivals und er ist mehr als gelungen: ein seit Wochen ausverkauftes Haus und zwei sensationelle Konzerte mit David Sanborn und Herbie Hancock zum Abschluss des diesjährigen Jazzfest Berlin. Mit diesem Doppelprogramm hätte man sicher auch die Philharmonie gefüllt, doch im weitaus kleineren Auditorium des Festspielhauses brannte die Luft umso mehr.“
Oliver Hafke-Ahmad, Märkische Oderzeitung, 11. November 2008

„So cool war das JazzFest schon lange nicht mehr.“
Josef Engels, Berliner Morgenpost, 9. November 2008

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