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Die Ehe der Maria Braun

Münchner Kammerspiele
Nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich

Regie Thomas Ostermeier
Bühne Nina Wetzel
Kostüme Ulrike Gutbrod
Licht Max Keller
Musik Nils Ostendorf
Video Sebastien Dupouey
Dramaturgie Julia Lochte

Brigitte Hobmeier Maria Braun
Steven Scharf Hermann Braun, Betti, Amerikanischer Soldat, Journalist, Kellner
Jean-Pierre Cornu Standesbeamter, Opa Berger, Bronski, Dolmetscher, Karl Oswald, Notarin
Hans Kremer Mutter, Arzt, Richter, Senkenberg, Wärter, Anwalt, Kellner
Bernd Moss Rotkreuzschwester, Schwarzmarkthändler, Bill, Willi, Schaffner, Amerikanischer Geschäftsmann, Frau Ehmke, Kellner, Wetzel

Premiere 6. Juni 2007
Dauer 1h 45, keine Pause

Publikumsgespräch
Moderation Tobi Müller
Mo 5. Mai ca. 21:45

Dreißig Jahre nach der Gründung der BRD warf Rainer Werner Fassbinder in seinem Film „Die Ehe der Maria Braun“ einen kritischen Blick auf die Wirtschaftswunderjahre: Materiell geht es stetig bergauf, aber am Ende muss selbst die emanzipierte Selfmade-Frau Maria Braun erkennen, dass sie nur ein Stück Ware in einem abgekarteten Männerspiel war. Thomas Ostermeier setzt in seiner temporeichen Inszenierung an den Münchner Kammerspielen auf fünf grandiose Darsteller, die in sämtliche Rollen schlüpfen und dabei leichtfüßig das Geschlecht wechseln. Brigitte Hobmeier ist so souverän, sexy und unantastbar wie Hanna Schygulla, die Fassbinders Film damals zum internationalen Star gemacht hat.
In seiner geradlinig erzählten, eleganten und höchst komödiantischen Bühnenadaption vermeidet Ostermeier jede Aktualisierung – und doch scheint die Maria Braun seiner 50er Jahre Gender-Studie wie ein früher Vorläufer unserer heutigen Ich-AGs.