| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | MaerzMusik | Programm | Gesamt
| Programm
| Gesamt
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Olga Neuwirth

Hommage à Klaus Nomi – a songplay in nine fits
für Countertenor, Schauspieler und Ensemble (2007/2008) UA/AW

Olga Neuwirth, Idee/Komposition/Arrangement
Thomas Jonigk, Text
Raaf Hekkema, Instrumentierung barocker Zwischenmusiken
Ulrike Ottinger, Regie
Lillevan, Live Video Performance
Yoshio Yabara, Ausstattung
Daniel Plewe, Klangregie
Andreas Harder, Lichtregie
Helga Utz, Dramaturgie

Titus Engel, musikalische Leitung
Andrew Watts, Countertenor
Marc Bischoff, Schauspieler
musikFabrik

Auftragswerk von Kunststiftung NRW, musikFabrik und MaerzMusik | Berliner Festspiele. Koproduktion MaerzMusik | Berliner Festspiele, musikFabrik, London Contemporary Opera und Grand Théâtre de Luxembourg. In Zusammenarbeit mit Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
Mit Unterstützung durch Hauptstadtkulturfonds.
Dank an Joey Arias/Klaus Nomi Estate und Andrew Horn.
Mitschnitt Deutschlandradio Kultur.

Er sieht aus wie nicht von dieser Erde und hört sich noch seltsamer an … Von der Musik geht eine seltsame, furchterregende Faszination aus. Mit äußerster Vorsicht zu erforschen.
New Musical Express, 1981

Die Stimme – ein Countertenor, das Aussehen – ein Alien, das Repertoire – eine krude Mischung aus Klassik und Pop: Olga Neuwirth war seit ihrer Kindheit von Klaus Nomi in den Bann gezogen, beeindruckt vom Streben Nomis nach Wahrhaftigkeit in dem von ihm geschaffenen Kunstraum aus glamouröser Hyperstilisierung, Coolness und Betroffenheit. Sie vollendet mit ihrem songplay eine langjährige Beschäftigung mit dem Künstler, die vor zehn Jahren mit einer Hommage in Form von vier Liedern begann.
Das songplay in nine fits, das Gesang, Musik, Sprache und Bild zu einem Ganzen zusammenfügt, beleuchtet die verschiedenen Facetten Klaus Nomis. Es ist als Reverenz gedacht vor einem Menschen, der sich selbst erschuf: Klaus Sperber, 1944 im bayrischen Immenstadt geboren, kam mit seinen spektakulären Auftritten 1978 zur Welt als Klaus Nomi, eine androgyne Traumfigur aus der Zukunft, die dem melancholischen und peinvollen Verlauf der Zeit mit ironischen, närrischen und verträumten Songs entgegentrat. Das Trockeneiswabern auf den New Yorker Kellerbühnen mutierte durch sein Erscheinen in das Beben fremder Galaxien, und das Publikum ließ sich willig ein auf seine sensiblen und intelligenten Interpretationen. Berührend war und ist aber vor allem die tiefe Humanität Nomis, auch wenn sein Werk nur stückhaft erhalten ist, weil ihn seine Aids-Erkrankung zu früh aus dem Leben riss.