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Stückemarkt I

Amoklauf mein Kinderspiel | Licht frei Haus
19:30
Thomas Freyer
Amoklauf mein Kinderspiel
Szenische Einrichtung: Laurent Chétouane
Dramaturgie: Jan Hein
Es lesen: Fabian Hinrichs, Stefan Konarske und Katharina Lorenz

Jugendliche der ersten Nachwende-Generation, die an ihrer Umgebung fast ersticken: Der erste Teil ist eine einzige innere Beklemmung. Wenn der Autor den Vorhang öffnet, geht es nicht nur um das Phänomen des Amoklaufs. Dieser ist die Folge von etwas anderem, einem tief sitzenden Gefühl. Und nicht einmal die Auslöschung einer gesamten Schule reicht aus, dieses Gefühl zu tilgen. In den letzten Sekunden tauchen sie wieder auf, die Sätze, die sich durch das Leben der Protagonisten ziehen: „Ich hab Angst. Schießt endlich!“

Thomas Freyer, geb. 1981 in Gera, nahm nach dem Abitur am Paul-Maar-Seminar für Kinder- und Jugendtheaterdramatik 2001 in Wolfenbüttel teil und machte ein Dramaturgiepraktikum am Hans-Otto-Theater, Potsdam. 2002 bis 2006 Studium Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Sein Stück „nach Berlin!“ wurde 2004 in einer Werkstattinszenierung der TheaterFABRIK Altenburg-Gera beim Treffen Junges Theater in Erfurt gezeigt. Die Uraufführung von „Amoklauf mein Kinderspiel“ findet Ende Mai am Deutschen Nationaltheater Weimar in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue statt.

| Jurymitglied David Bösch über „Amoklauf mein Kinderspiel“

ca. 21:00
Thomas Melle
Licht frei Haus
Szenische Einrichtung: Enrico Stolzenburg
Dramaturgie: Dag Kemser
Es lesen: Jule Böwe, Ulrich Hoppe, Herbert Sand, Moritz Sostmann und Ursula Staack

Zwei junge „urbane Penner“ und zwei ältere Nachbarn als zufällige Schicksalsgemeinschaft in einem heruntergekommenen Berliner Hinterhof. Als das Biotop durch die Interventionen eines Sozialarbeiters bedroht wird, kommt ein Prozess in Gang, der ein neues, unbekanntes Gefühl bei den vier Hinterhausbewohnern weckt: Solidarität untereinander. Die Milieustudie von Thomas Melle besticht durch humorvollen Erzählton und liebevolle, facettenreiche Figurenzeichnung. Ein Stück über die Angst vor dem sozialem Abstieg, das gute Laune macht!

Thomas Melle wurde 1975 in Bonn geboren und lebt in Berlin. Er studierte Komparatistik und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. 2001 Mitarbeit an Martin Heckmanns’ Stück „Schieß doch, Kaufhaus“, 2004 Uraufführung von „4 Millionen Türen“ (mit Martin Heckmanns) am Deutschen Theater Berlin. Im Januar dieses Jahres hatte „Haus zur Sonne“, eine Stückentwicklung am Theater Erlangen, Premiere. Melles Übersetzung von William T. Vollmanns „Huren für Gloria“ wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 nominiert. „Licht frei Haus“ ist Teil seiner „Lichthaus“-Tetralogie.

| Jurymitglied Iris Laufenberg über „Licht frei Haus“