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Dogmen des Geldes:
Geist ist geil – ansonsten sparen wir uns das ganze Theater!

Diskussion
Kurfürstendamm 31/Ecke Uhlandstraße

Es diskutieren
Ludger Hinsen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin
Thomas Ostermeier, künstlerischer Leiter der schaubühne am lehniner platz
Dr. Thilo Sarrazin, Senator für Finanzen Berlin
Wilfried Schulz, Intendant des schauspielhannover
Hortensia Völckers, Vorstand und künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes

Moderiert von
Jens Jessen, Leiter des Ressorts Feuilleton DIE ZEIT

Die öffentlichen Zuschüsse sinken, Theater werden geschlossen. Manchmal ruft das starke Proteste der Bürger einer Stadt hervor, oft sind jedoch andere Probleme in der Region wichtiger. So müssen sich Theater verstärkt der Frage stellen, ob sie überhaupt noch richtig funktionieren. Erreichen Sie ihr Publikum, sind sie überhaupt das viele Steuergeld wert? Oder haben die heutigen Theatermacher nicht den Bezug zu den Menschen in ihrer Stadt, zu ihrem Publikum und ihrer Umwelt verloren? Der Wirtschaft einer Region dient es doch viel mehr, wenn statt einer hoch subventionierten Kultur-Eliteeinheit ein Einkaufstempel entsteht, der die Stadt belebt, Umsatz bringt und täglich Tausende von Menschen erreicht.
Dennoch: Kann Theater überhaupt unter einem ständigen Spardruck produzieren oder wird etwa gerade diese „kreative Unsicherheit“ benötigt? Das schauspielhannover hat Erfahrungen mit drohenden Kürzungen und schafft dennoch – oder gerade deshalb – regelmäßig Inszenierungen, die zum Theatertreffen eingeladen werden. Es müssen offenbar nicht immer die großen, gesicherten Tanker und Leuchttürme sein, die Publikum und Kritik überzeugen. Wie viel soll und darf der Geist also kosten?

Eine Veranstaltung der BMW Group, der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. und der Berliner Festspiele im Rahmen des Theatertreffens 2006