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Mitarbeiter des Tages: Peter Böhme

Die Stimme am anderen Ende der Telefonleitung.
Um halb sechs erfährt er es: „Hedda Gabler fällt aus, Schauspielerin krank“. Jetzt fängt für Peter Böhme die Arbeit richtig an. Der Protokoll- und Kartenbürochef der Berliner Festspiele, der auch im Rat der Alfred-Kerr-Stiftung sitzt, greift zum Hörer und ruft Theatergänger an, die für diesen Abend eine Karte geordert haben. Er schickt Emails und simst: „Ich will Ihnen wenigstens den Weg ersparen, wenn sie die Vorstellung schon nicht sehen können.“ Seit 33 Jahren nimmt Peter Böhme in seinem Büro Kartenbestellungen entgegen und regelt auch den Kartenverkauf für andere Großveranstaltungen wie das Jazzfestival und die Berlinale. Das Telefon des Herrn der Karten steht nicht still. Es gibt viele Anfragen. Böhme ist stolz: „Ich verkaufe nicht nur Tickets. Manchmal muss ich Anrufer beruhigen, wenn ihnen die Vorstellung nicht gefallen hat.“ Oder sie finden ihren Sitzplatz schlecht: „Da dringen schon mal raue Worte an mein Ohr.“ Böhme bleibt stets freundlich und gelassen. „Ich will niemanden vergraulen, der Interesse am Theater hat.“ Im Gegenteil. Wenn die Theaterbesucher zufrieden sind, ist auch Böhme zufrieden. Natürlich. „Es gibt ja immer wieder Stimmen, die das Theatertreffen in Frage stellen“, sagt er. Lächelt harmlos. „Aber das sind am Ende die ersten, die anrufen und beleidigt sind, wenn sie keine Karte mehr bekommen.“ Ende Juli geht Peter Böhme in Pension. Dann wird er im Kartenbüro anrufen und hoffentlich sitzt da jemand, der so lieb ist wie er.

Karin Kontny

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