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Terre Thaemlitz & Saki: trans-sister radio

SONIC ARTS LOUNGE | JAPAN UND DER WESTEN
Uraufführung der Live-Version eines Radiodramas
über Transgender und Migration

In Kooperation mit Hessischer Rundfunk

anschließend
DJ Sprinkles K-S.H.E vs. Deeperama

„Transgenderism“ hat viele Gesichter, vom Cross-Dressing bis zur post-operativen Transsexualittät, und jede Facette hat ihre eigenen Besonderheiten, Auffassungen und Ansichten. Auf den Spuren dieser unterschiedlichen Identitäten und Lebensweisen verknüpft trans-sister radio verschiedene Formen des Erzählens und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf die Thematik des Reisens und der Migration.

Ursprünglich wurde das Projekt als Hörspiel für den Hessischen Rundfunk (HR2) konzipiert (mit Premiere am 14. November 2004, und von HR2 für den Karl Sczuka Preis vorgeschlagen). Im vergangenen Herbst erschien eine CD-Version, eine Koproduktion der portugiesischen Label Grain of Sound und Base Recordings.
Die Live-Adaptation wird von Terre Thaemlitz und Saki gestaltet: Terre Thaemlitz als eine nihilistische ‘transgendered’ male-to-female, die auf seinen/ihren Reisen in ständiger Angst vor Gewalt und Diskriminierung lebt. Ihr Freund Saki dagegen ist eine optimistische japanische ‘transgendered’ male-to-female, die gern in Regionalzügen kreuz und quer durch Japan reist und sich dabei als Studentin ausgibt. Terre und Saki überschreiten die Grenzen von Geschlecht und Sprache – in Gesprächen, Off Centre Comedy, in von elektroakustischer Musik und Video begleiteten Szenen. Das schließt unter anderem Sakis Diashow Transgendered Travel ein und Ausschnitte aus Terres bekanntem Video Interstices (Zwischenräume), einer Koproduktion von Lovebytes und dem British Council for the Arts über die Kluft zwischen den Geschlechtern.

Thematisch und formal bewegt sich trans-sister radio stets zwischen Identitäten und Kategorien: zwischen Mann und Frau, zwischen Fake, Fakten und reiner Fiktion, zwischen Schauspiel, Elektroakustik und Pop, zwischen Stand-up Comedy, Autobiographie und soziologischer Feldforschung.
Im Anschluss: Publikumsgespräch