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| MaerzMusik 2006
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MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik

16. bis 26. März 2006

MaerzMusik, das Festival für aktuelle Musik unter dem Dach der Berliner Festspiele, bietet seit fünf Jahren Raum für den kontrastreichen Dialog unterschiedlicher Strömungen und Positionen im weltweiten Spektrum zeitgenössischer Musik. 2006 bilden zwei eng verbundene Themenkomplexe die Leitfäden eines dicht geknüpften Programms von 30 Projekten mit vielen Uraufführungen, Auftragswerken und deutschen Erstaufführungen, mit vier neuen Musiktheaterproduktionen, vier Orchesterkonzerten, Kammerkonzerten, Solorecitals, Ausstellungen, Intermedia Performances und SONIC ARTS LOUNGE. Als zunehmend wichtiger werdendes Phänomen in Musik und Kunst der Gegenwart wird INTERKULTURALITÄT aus verschiedenen Perspektiven musikalisch-kritisch beleuchtet; JAPAN UND DER WESTEN untersucht Wechselwirkungen und Analogien zwischen europäisch-amerikanischer und japanischer Musik.
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Während nach jahrhundertelanger Isolation Japan in der Meiji-Reform ab 1868 westliche Musik rasch zum dominanten Leitbild in Ausbildung und Praxis erkor, öffneten sich westliche Musiker erst allmählich japanischen Einflüssen. Noch heute ist japanische Musik im Westen recht wenig bekannt; gegenwärtig aber wächst das Interesse deutlich. MaerzMusik stellt vielfach gebrochene wechselseitige Einflüsse, aber auch Parallelentwicklungen vor. Im Konzert des BSO etwa steht Stücken von Toshio Hosokawa und Atsuhiko Gondai ein Werk Hans Zenders gegenüber. Das SWR-Orchester aus Freiburg spielt erstmals in Berlin das für Tokio komponierte Schreiben von Helmut Lachenmann. Als „pianist-in-residence“ kontrastiert Aki Takahashi John Cage, Morton Feldman, Giacinto Scelsi und Rolf Julius mit Toru Takemitsu, Akira Nishimura und Somei Satoh. Quatuor Bozzini aus Montreal spielen neben Jo Kondo James Tenney und Chiyoko Slavnics. Ictus aus Brüssel präsentiert Misato Mochizuki, Oliver Schneller und Yan Maresz, ensemble_online vienna konfrontiert traditionelle Musik für Shakuhachi und Sho mit Werken westlicher Komponisten, die japanische Instrumente einsetzen. Makiko Nishikaze greift in ihrem MUSIKTHEATER die Figur Maria Magdalenas auf, während das Klangtheater von Peter Eötvös auf dem Tagebuch einer japanischen Hofdame von 1008 fußt.
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MaerzMusik präsentiert den interkulturellen ISCM Workshop Global Interplay mit Lehrern und Studenten aus fünf Kontinenten. Cong Su und der Regisseur Chen Shi-Zheng, beide lange im Westen lebende Chinesen, setzen Gedichte des „obskuren“ Dichters Gu Cheng in musikalische Szene. Eine Kostbarkeit ist die erste komplette Aufführung der Ragas aus Songbooks von Cage durch die Dhrupad-Sängerin Amelia Cuni. INTERKULTURALITÄT meint aber nicht nur Wechselbeziehungen zwischen geographisch bestimmten kulturellen Räumen, sondern auch den Austausch zwischen sozio-kulturellen Sphären innerhalb der Gesellschaft.
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Das Projekt der plan: soundalikes mit der legendären Band Der Plan stellt die kritische Frage von Original und Bearbeitung originell, subversiv und technologisch avanciert. Das finnische Elektronik-Duo Pan Sonic verarbeitet gemeinsam mit dem Ensemble Alter Ego aus Rom Stücke junger Komponisten, die ihrerseits auf Material von Pan Sonic beruhen. Mit Ryoji Ikeda und Carsten Nicolai stellen zwei der anerkanntesten Künstler im Bereich technischer Medien neueste audiovisuelle Arbeiten vor. Terre Thaemlitz und die japanische Transgender KünstlerIn Saki liefern mit trans-sister radio einen aufregenden interkulturell-intermedialen Diskurs. Otomo Yoshihide nimmt sich beliebte Fernsehmusik aus dem Japan der 60‘s an. Das Abschlusskonzert mit dem DSO bringt Filmmusik von Toru Takemitsu. Er ist nicht nur der bekannteste Komponist Japans; er war auch begeisterter Cineast und schrieb Musik für fast 100 Filme!

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