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Philoktet-Projekt: Lemnos in Berlin

Eine urbane Intervention von Emilio García Wehbi
Eröffnung am Freitag | 12.11. | 17.00 - 23.00 Uhr

In Zusammenarbeit mit Maricel Alvarez,
Norberto Laino und Julieta María Potenze
Unter Mitwirkung von Teilnehmern eines Workshops in Berlin

Koproduktion
Emilio García Wehbi, Buenos Aires
und spielzeiteuropa | Berliner Festspiele

Dieses Projekt fand 2002 zu den Wiener Festwochen und in Buenos Aires statt.

Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD

Öffnungszeiten
Freitag | 12.11. | 17 - 23 Uhr | Eröffnung
Samstag | 13.11. | 13 - 19 Uhr
Sonntag | 14.11. | 13 - 19 Uhr
Samstag | 20.11. | 18 - 20 Uhr
Sonntag | 21.11. | 18 - 20 Uhr

Ort: Seitenbühne, Haus der Berliner Festspiele
(Eingang über Kassenhalle / linkes unteres Foyer)
Der Name dieses ungewöhnlichen Projektes führt zurück zur Geschichte von Philoktet, der seines stinkenden, verfaulenden Fußes wegen auf der Insel Lemnos ausgesetzt wurde, um die griechische Gesellschaft nicht weiter zu belästigen. In den Augen von Emilio García Wehbi, Gründungsmitglied der argentinischen Aktionstheatergruppe El Periférico de Objetos, steht Lemnos als Chiffre für die anonymen Kernzonen heutiger Großstädte.

Das Projekt dieser „Intervención Urbana“ besteht aus zwei Phasen. An einem Tag X, der ungenannt bleibt, werden 25 hyperrealistische, anthropomorphe Figuren auf verschiedenen Plätzen und Straßen einer Stadt ausgesetzt. Die Aktion wird begleitet von einem Team von Beobachtern, welche die Reaktionen der Passanten verfolgen und aufzeichnen. Im Anschluss an diese Intervention werden sämtliche Informationen (Fotos, Video- und Tonaufzeichnungen, Interviews und Gespräche) zu einer Ausstellung zusammengetragen, die während zehn Tagen in einem Pavillon im Garten des Hauses der Berliner Festspiele zu sehen sein wird.

„Am Tag unserer Intervention in Buenos Aires berichteten mehrere Zeitungen über den Tod eines Kleinkindes, das wegen Unterernährung gestorben ist. Ich komme mir blöd vor, weil wir lediglich mit Puppen spielen. Ich sehe mich in den Medien und fühle mich beschämt in meiner Rolle als kunstrhetorischer Parasit. Man stellt mir die Frage, ob wir Kunst machen oder nicht. Mir ist das egal. Ich befrage mich selbst und stelle uns alle in Frage. Kunst, die sich tarnt als Realität, hat eine subversive Kraft, sie wirkt korrosiv, weil sie das Objekt selbst in Frage stellt.“
Emilio García Wehbi, Buenos Aires, November 2002