| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | spielzeiteuropa | Programm
| Programm
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Proust 3: De kant van Charlus (In Charlus' Welt)

Regie Guy Cassiers
nach Marcel Proust

Textfassung · Eric de Kuyper, Guy Cassiers, Erwin Jans
Übersetzung · Céline Linssen

Regie · Guy Cassiers
Dramaturgie · Erwin Jans
Bühne · Marc Warning
Kostüme · Valentine Kempynck (BELGAT)
Lichtdesign · Enrico Bagnoli
Video-Konzept · Marc Warning,
Kantoor voor Bewegend Beeld
Video · Kantoor voor Bewegend Beeld: Eelko Ferwerda, Jasper Wessels
Musikalische Leitung · Wim Selles
Sounddesign · Diederik De Cock

Mit Joop Keesmaat, Paul R. Kooij, Eelco Smits,
Fania Sorel, Steven Van Watermeulen,
Tom Van Bauwel, Katelijne Damen, Marlies Heuer
Rotterdams Jongenskoor / Leitung · Geert van den Dungen

In niederländischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung
Dauer 3h, eine Pause

Produktion ro theater, Rotterdam

In Koproduktion mit
Wiener Festwochen und KunstenFESTIVALdesArts, Brüssel

Diese Produktion ist für den Werkpreis spielzeiteuropa 04/05 nominiert.

Prousts großer Romanzyklus als Theaterereignis. Die Geschichte eines jungen Mannes und eines Initiationsritus in die Welt der Liebe, der Aristokratie und der Kunst. Der Regisseur Guy Cassiers begibt sich zusammen mit dem Romancier und Filmemacher Eric de Kuyper und dem Dramaturgen Erwin Jans auf eine theatralische Entdeckungsreise durch das Universum dieses Klassikers der Moderne. Im dritten Teil dieser Recherche gelangt die Hauptfigur Marcel in die Kreise des homosexuellen Baron de Charlus und die dekadente Welt des Pariser Hochadels. In der Figur des adeligen Dandys konzentrieren sich die Widersprüche einer gesellschaftlichen Klasse, die ihr eigenes Aussterben vor Augen hat. Der Einsatz visueller Technologien legt in dieser Inszenierung nicht nur den Blick auf die Gedankenwelt der Figuren frei, sondern funktioniert auch als Spiegelmetapher für die Größe und Dekadenz einer Gesellschaft, die von der Dynamik des Sehens und Gesehenwerdens, vom sozialen Voyeurismus und Exhibitionismus lebt.

Guy Cassiers gilt, neben Johan Simons und Luc Perceval, als wichtigster Regisseur der niederländisch-belgischen Theaterszene. Seine Arbeiten erforschen behutsam und eigenwillig die Grenzgebiete zwischen Theater, bildender Kunst und Musik. In seinem auf vier Teile angelegten Werk (das in integraler Fassung im November 2005 in Berlin gezeigt wird) verbinden sich Erzähl- und Schauspielkunst mit einer großen Bandbreite visueller Ausdrucksmittel, (Live-) Video und (Live-) Musik, verschwimmen auf faszinierende Weise Gegenwart und Vergangenheit, Imagination und Realität. Guy Cassiers ist, unterstützt von seiner Kodirektorin Alize Zandwijk, künstlerischer Leiter der holländischen Theatergruppe ro theater, die zum ersten Mal in Berlin gastiert.