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Mother, I Want to Be a Millionaire

von Ahmed El Attar
Konzeption, Text und Regie · Ahmed El Attar
Ko-Regie · Nevine El Ibiary
Bühne · Hussein Baydoun
Musik · Hassan Khan, Mahmoud Refaat
Video · Hassan Khan
Lichtdesign · Charlie Astrom

Mit
Ahmed Kamal, Hassan El Kreidli, Khaled Zaki,
Mariam Ali, Ramadan Khater, Ramsi Lehner,
Roba El Shamy, Salwa Mohamed Ali, Sayed Ragab,
Waleed Marzouk, Aida

Deutsche Erstaufführung
In arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer ca. 1h, keine Pause

Produktion
Ahmed El Attar | The Temple Independent Theatre Company

In Koproduktion mit spielzeiteuropa | Berliner Festspiele

Mit Unterstützung von
Prince Claus Fund, Cultural Fund der
Niederländischen Botschaft in Kairo und
Young Arab Theater Fund

Diese Produktion ist für den Werkpreis spielzeiteuropa 04/05 nominiert.

Publikumsgespräch 14. Januar im Anschluss an die Vorstellung

Was macht ein junger Ägypter, der davon träumt, reich und berühmt zu werden? Zusammen mit fünf weiteren Kandidaten bewirbt sich Hassan bei der TV-Casting-Show „Wer ist der Held?“. Ahmed El Attar und seine Company haben ein vielschichtiges Stück über das heutige Ägypten kreiert. In einer rasant komponierten Stunde sind 51 kurze Szenen um Hassan, seine Mutter und die Mitbewerber hintereinander montiert. Unterschiedlichste Originalquellen flossen in das Stück ein: TV-Moderationen und Schulbuchtexte, Popsongs – wie „Ya Khali el Kalb“ von einem der bekanntesten arabischen Popsänger der sechziger Jahre, das die „Superstar“-Kandidaten vortragen müssen –, das offizielle Militärgelöbnis der Republik Ägypten, politische Slogans, ein Märchen oder Interviews, die der Regisseur im Sommer 2003 mit seinen Darstellern führte. Die Inszenierung fächert Hassans verschiedene Träume und Wirklichkeiten auf, zeigt die Illusionen von Jugendlichen und die in ihnen schon angelegte Desillusionierung, den Drill im Klassenzimmer, die kafkaeske Bürokratie, die Praxis anonymer Telefonkontakte, mittels derer sie ihre sexuelle Frustration in fiktiven Beziehungen ausleben. Mit bitterer Ironie führt El Attar den von allen Seiten auf seinen Helden wachsenden Druck vor: Nicht allein dogmatische Religionen gefährden das Individuum, sondern auch der gleichermaßen manipulative Einfluss des Fernsehens.

Mit „Mother, I Want to Be a Millionaire“ realisiert The Temple Independent Theatre Company, eine unabhängige Gruppe um Ahmed El Attar, ihrem Gründer und künstlerischen Leiter – einem zwischen Paris und dem Nahen Osten pendelnden Theaterregisseur, Übersetzer und Stückeautor –, ihr zehntes und bisher größtes Projekt.