| aktuelle Website | Impressum | Sitemap | mobil     || English
| Home | spielzeiteuropa | Programm
| Programm
Öffnet die Druckansicht in einem neuen Fenster

Urlo (Schrei)

Compagnia Pippo Delbono
Idee, Text und Regie · Pippo Delbono
Bühne · Philippe Marioge
Licht · Manuel Bernard

Mit Fadel Abid, Dolly Albertin, Gianluca Ballarè, Bobò, Enkeleda Cekani, Margherita Clemente, Piero Corso, Pippo Delbono, Lucia Della Ferrera, Claudio Gasparotto, Gustavo Giocosa, Simone Goggiano, Elena Guerrini, Mario Intruglio, Nelson Lariccia, Mr. Puma und Pepe Robledo

Unter Mitwirkung von Giovanna Marini, Umberto Orsini
und dem Orchester der Scuola Popolare di Musica di Testaccio
Leitung: Silverio Cortesi

Deutsche Erstaufführung
In italienischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Dauer ca. 2h, keine Pause

Koproduktion
Emilia Romagna Teatro Fondazione, Modena, Festival d’Avignon, Le Volcan – Scène Nationale du Havre, Maison de la Culture de Bourges, Scène Nationale de Sète, Teatro di Roma, Théâtre de la Cité – Théâtre National de Toulouse, und spielzeiteuropa | Berliner Festspiele

In Zusammenarbeit mit der
Fondazione Orestiadi di Gibellina

Diese Produktion ist für den Werkpreis spielzeiteuropa 04/05 nominiert.

Publikumsgespräch 8. Januar im Anschluss an die Vorstellung

Das Theater des italienischen Autors, Darstellers und Regisseurs Pippo Delbono ist ein Theater in der Ich-Form. Es holt seine szenischen Einfälle aus den persönlichen Erfahrungen des italienischen Theatermachers, aus seinem Lebensweg, der ihn von einer ligurischen Kleinstadt über Bolivien zu Pina Bausch und bis hin zu magischen Aufführungsorten wie der von einem Erdbeben zerstörte Stadt Gibellina in Sizilien führte, wo sein neustes Stück „Urlo“ in diesem Sommer uraufgeführt wurde.

Das Wort „Urlo“ bedeutet Geheul oder Schrei, aber auch eine Form von unartikulierter Auflehnung gegen die Macht des Unterdrückers. Mal richtet sich der Schrei gegen die feine Gesellschaft, mal gegen die katholische Kirche. Immer wieder erhebt Delbono seine Stimme für die verstoßenen Randfiguren der Gesellschaft, aus denen sich seine Theatertruppe zusammenwürfelt. Wie schon in „Il silenzio“, mit dem die Compagnia Pippo Delbono vor zwei Jahren in Berlin gastierte, gerät auch die neuste Arbeit zu einem phantasmagorischen Bilderbogen, einer nicht enden wollenden Parade von fellinesker Pracht.

„Theater in der Ich-Form“ heißt, dass der Autor und Regisseur aktiv ins Geschehen eingreift. Er bewegt sich vor, neben und hinter den Figuren auf der Bühne, imitiert deren Gesten, stört ihre Aktionen durch verbale Einwürfe und parodistische Einlagen. Auf irritierende Weise inszeniert er sich als tänzelndes Fragezeichen in seiner eigenen Geschichte, als deren Motor und Zweifler zugleich.