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Cruel and Tender

Regie Luc Bondy
von Martin Crimp
nach „Die Trachinierinnen“ von Sophokles

Regie · Luc Bondy
Bühne · Richard Peduzzi
Kostüme · Rudy Sabounghi

Mit
Kerry Fox, Joe Dixon, Toby Fisher, Georgina Ackerman,
Jessica Claire, Lourdes Faberes, Nicola Redmond,
Michael Gould, David Sibley, Aleksandar Mikic u.a.

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer 2h, keine Pause

Produktion
Wiener Festwochen, Young Vic, London
und Chichester Festival Theatre

In Koproduktion mit
Théâtre des Bouffes du Nord, Paris,
Ruhrfestspiele Recklinghausen, TNP, Villeurbanne
und Festival d’Automne à Paris

Fasziniert von Sophokles’ selten gespielter Tragödie „Die Trachinierinnen“ über den antiken Helden Herakles und seine Frau Deianeira, regte Luc Bondy den englischen Dramatiker Martin Crimp zu einem neuen Stück an, das den Stoff in eine unheimliche Gegenwart transponiert. An einem Verbannungsort im Niemandsland in der Nähe eines großen Flughafens (im Original: Trachis) wartet Amelia (Deianeira) auf die Heimkehr des heldenhaften Generals (Herakles). Isoliert im Kreis ihrer fürsorglichen Angestellten schwanken ihre Gefühle zwischen Erwartung, Hoffnung und Sorge. Nachrichten aus der Außenwelt bekommt sie nur von Besuchern aus der hohen Politik und den Medien. Die Rückkehr des Generals, der durch die Berichte als zentrale Gestalt immer gegenwärtig ist, obwohl er erst im letzten Drittel die Bühne betritt, scheint bevorzustehen. Doch es gibt schlimme Gerüchte: Hat er bei seinem Anti-Terroreinsatz in Afrika Kriegsverbrechen begangen? Um dies zu entkräften, schickt der General zwei junge Menschen aus dem Krisengebiet zu Amelia, Laela und ihren kleinen Bruder, angeblich Überlebende eines Massakers. Sie soll ihnen ein neues Zuhause geben. Oder ist Laela seine neue Geliebte, wegen der er eine ganze Stadt in Brand gesetzt hat? Amelia schickt ihm ein Nessos-Hemd der eigenen Art: Wie in der antiken Vorlage entpuppt sich, was als Liebeszauber gemeint ist, als tödliches Gift.

In der Hauptrolle von Luc Bondys Uraufführungsinszenierung – seiner ersten englischen Regiearbeit – spielt die neuseeländische Filmschauspielerin Kerry Fox, bekannt geworden u.a. durch Jane Campions Film „An Angel at My Table“ und hoch gelobt für ihre Rolle in Patrice Chéreaus „Intimacy“.