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Wettbewerb Kunst-am-Bau Martin-Gropius-Bau

Ausstellung der Siegerkunstwerke und der übrigen Wettbewerbsarbeiten

29. Juni bis 17. Juli 2011

Veranstalter
Auslober des Wettbewerbs ist die Bundesrepublik Deutschland. Vertreten durch die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB).
Der Wettbewerb wird betreut durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Der Wettbewerb „Kunst-am-Bau" für den Martin-Gropius-Bau in Berlin ist entschieden.
Unter Vorsitz der Kunstsachverständigen Frau Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR 2010, wurde durch die Jury der Entwurf der Künstlergruppe Geißler/Lippert aus Berlin zur Ausführung empfohlen. Sie erhält den 1. Preis. Die Künstlergruppe Stracke & Wakil & Seibt, München, wurde für den 2. Preis nominiert. Eine Anerkennung erhält das Künstler-Duo M+M ebenfalls aus München.

Vorausgegangen war ein nichtoffener, anonymer Wettbewerb, der von der Bundesrepublik Deutschland als Bauherr durchgeführt wurde. Im März 2011 bat der Auslober zehn, im gesamten Bundesgebiet tätige Künstler und Künstlergruppen sich am Wettbewerb zu beteiligen. Die Arbeiten wurden beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) eingereicht.

Standort des Kunstwerkes ist der Südeingang des Martin-Gropius-Bau. Aufgabe war es, unter Berücksichtigung der Sichtachsen von der Stresemannstrasse über den Südplatz zur Topographie des Terrors, ein geeignetes Kunstwerk für diesen Außenstandort zu kreieren. Durch die Veränderung soll der als „Rückseite" aufgefasste Hof zu einer der Bedeutung des Hauses angemessenen Freianlage mit hoher Aufenthaltsqualität werden.

Nach intensiver Auseinandersetzung der Jury mit den Wettbewerbsarbeiten wurde die von Geißler/Lippert, Berlin, entworfene Arbeit „Unterton“, eine unterirdische akustische Installation, zum Sieger gekürt. Sechs neue Gullyschächte und zwei existierende Schächte werden zu Klangkörpern.

Das Preisgericht würdigt die Qualität des ausgewählten Entwurfs: „Die Arbeit „Unterton“ besticht durch die Radikalität, den gesamten Vorplatz frei zulassen und ihm durch eine unterirdische und damit unsichtbare akustische Installation eine neue Wahrnehmungsdimension hinzuzufügen.“
Aus vorhandenen und ergänzten mit gusseisernen Schachtabdeckungen (Gullies) verschlossenen Schächten klingen von elektromagnetischen Hämmern erzeugte Tonfolgen. Ausgelöst werden diese Klänge erst, wenn ein Passant den Platz betritt.

Die Jury würdigt, dass es zu einem interaktiven Verhältnis zwischen den Besuchern und diesem Ort kommt. Die Variablen „Klangbilder“ würden den vorhandenen Stadtgeräuschen eine überraschende immaterielle Ebene hinzufügen. Schließlich erinnert diese Arbeit aus Sicht der Jury auch an die vielen historischen Ablagerungen und verschütteten Vorgänge gerade an diesem Ort.

Für die Realisierung der Wettbewerbsarbeit stehen insgesamt 78.000 EUR zur Verfügung.
Die Fertigstellung erfolgt im November 2011.

Mitglieder des Preisgerichts:
Dr. Söke Dinkla (Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR 2010),
Philipp Dittrich (BBR),
Dr. Thomas Köhler (Berlinische Galerie),
Norbert Radermacher (Künstler),
Prof. Dr. Joachim Sartorius (Berliner Festspiele),
Charlotte Sieben (KBB GmbH);
nichtstimmberechtigte Stellvertreter: Andrea Pichl (Künstlerin), Sonja Vordermaier (Künstlerin).