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Olafur Eliasson: Innen Stadt Außen

28. April bis 9. August 2010

Veranstalter

Berliner Festspiele
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.
Mit freundlicher Unterstützung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
und Montana Møbler.
Kurator Daniel Birnbaum
Medienpartner rbb Kulturradio, rbb radioeins, Der Tagesspiegel, Exberliner
Kooperationspartner Wall AG

Innen Stadt Außen ist die erste Einzelausstellung des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson in einer Berliner Institution. Thematischer Ausgangspunkt der speziell für den Martin-Gropius-Bau konzipierten Ausstellung ist Olafur Eliassons enge Beziehung zu Berlin – der Stadt, in der er seit vielen Jahren lebt und arbeitet und in der er ein ungewöhnlich facettenreiches Atelier etabliert hat, das Recherche, Produktion und Lehre gleichsam miteinander verbindet. Seit 2009 hat er eine Professur an der Universität der Künste Berlin und leitet dort das Institut für Raumexperimente.
Nach zahlreichen internationalen Übersichtsausstellungen und Projekten – u.a. in London, New York, Kanazawa und Sydney – wird diese Ausstellung davon profitieren, dass Berlin Olafur Eliasson als Ort für Experimente mit Architektur und urbanen Strukturen offen steht. Durch zahlreiche neue, speziell für die Ausstellung realisierte Installationen wird der Martin-Gropius-Bau zum Schauplatz von Olafur Eliassons Praxis.

Innen Stadt Außen beschäftigt sich intensiv mit dem Verhältnis von Museum und Stadt, Architektur und Landschaft, sowie von Raum, Körper und Zeit. Die Entwicklung ortsbezogener Arbeiten für den musealen Kontext wird durch ephemere Projekte im öffentlichen Raum erweitert und kommentiert und verknüpft so den Martin-Gropius-Bau mit unterschiedlichen Orten innerhalb der Stadt.

Kuratiert wird die Ausstellung von Daniel Birnbaum, Kritiker, Ausstellungsmacher und Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt a.M., und des angegliederten Portikus. 2009 leitete er die 53. Internationale Kunstausstellung der Biennale Venedig. Künstler und Kurator verbindet eine langjährige Zusammenarbeit an Buchpublikationen, Ausstellungen und Projekten im öffentlichen Raum, die bis in die 90er Jahre zurückreicht. Die Ausstellung Innen Stadt Außen ist bisher ihre umfassendste Kooperation.


Besucherstimmen


Most impressive exhibition I’ve seen the last years.

Die Erwartungen weit übertroffen! Fantastisch, was mit Optik alles erreicht werden kann.

Danke für dieses Erlebnis! Eine Sinnesbenebelung, die begeistert!

Da merkt man, wie leicht man sich täuschen lassen kann. Die Konzepte und handwerklichen Ausführungen sind fabelhaft.

Unglaublich eindrucksvoll und umwerfend schön!


Pressestimmen


Diese Kunst geht ins Auge
Einige der hier im Geist Buckminster Fullers und Karl-Heinz Adlers entstandenen Skulpturen wirken wie zukunftsweisende Modelle aus Kristallen zusammengesetzte Häuser, in denen Innen und Außen sich auflösen. Eliassons beste Räume und Objekte werden aber meistens erst vom Auge des Betrachters fertig konstruiert.
Hier zerfallen Raumgrenzen und konstruktive Notwendigkeiten, es werden Räume begehbar, die nicht baubar wären; oft ist nicht klar, was tatsächlich da ist und was nur eine Illusion des Auges: In einem dunklen Raum scheint ein weißes Gummiding zu zucken – es ist aber nur ein Wasserstrahl, der von einen Stroboskop erhellt wird.
Niklas Maak in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2010

Olafur hinter den Spiegeln
Und wirklich, sobald man den Ausstellungsparcours betritt, erkennt man, dass Olafur Eliassons Kunst eine demokratische ist: antielitär für alle gedacht, unterhaltsam, vergnüglich, weil unkompliziert und dabei doch von komplexer Natur. Der kunsthistorisch bewanderte Betrachter mag bei der „Round Rainbow“-Installation (2005) die Geschichte des avantgardistischen Experiments im 20. Jahrhundert und den Licht-Raum-Modulator von László Moholy-Nagy aus dem Jahr 1930 erinnern.
Deswegen ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Mehrheit der Optiker unter den Besuchern den vielleicht noch größeren Spaß am Spiel der Lichtbrechungen hat als die Minderheit der Kunsthistoriker – und ziemlich sicher ist es, dass sämtliche Ausstellungsbesucher dem Moment entgegenfiebern, in dem die weißen, schwarzen und regenbogenbunten Lichtschleifen in drei perfekt ineinander stehenden Kreisen zur Ruhe kommen.
Brigitte Werneburg in Die Tageszeitung, 27. April 2010

Eliasson’s ode to Berlin
In an ode to the messy aesthetics of post-unification Berlin, Mr. Eliasson has taken the cold materials of the city’s surfaces – including granite, steel, glass, aluminium and water – and recast them as the building blocks of an urban identify. The exhibition shows off Mr. Elliasson’s technical virtuosity, in individual works that elegantly blur the line between art and engineering, but the artist’s larger accomplishment is to reveal how the outer trappings of city life can change residents’ inner, spiritual lives.
J.S. Marcus in Weekend Journal, April 30 – May 2, 2010

Die Stadt als Spielraum und Experimentierfeld
Olafur Eliasson hat uns in ein Spiegelkabinett geschickt. Es ist kein Außenraum, sondern eine wabernde Schutzhülle aus Spiegelfolie, die das einfallende Oberlicht, die Fenster und Menschen vervielfacht und die schiefen Wände aussehen lässt wie aus geraffter Seide genäht. Man gewöhnt sich daran. Streckt sich auf dem Boden aus, wedelt mit seinen dutzenden Armen, versucht, auch die hinteren Gesichter der eigenen Person zu erfassen, was natürlich nicht gelingt. Selbstreflexion ist eine mühselige Angelegenheit.
Kia Vahland in Süddeutsche Zeitung, 27.04.2010

Volkstheater der Effekte
Eliasson macht das Spiel der Elemente erfahrbar und erweitert seine Objekte und Installationen um die vier Dimensionen der Zeit. Im Gropius-Bau schickt er dafür die Besucher zur optischen Selbsterfahrung durch drei klaustrophobische Nebelsäle. Während man sich vorsichtig durchtastet, kaum die Hand vor den Augen erkennt, erlernt, wer es noch nicht wusste, dass auch Wasser die Farben bricht, die von Deckenleuchten herabfluten. Eliasson will Modelle zum Verständnis der Welt liefern und verortet selbstbewusst die Rolle seines Schaffens. Die Kunst ist für ihn nichts Genialisch-Abgehobenes, sondern Teil der Welt und ihrer sozialen Realität, auf die sie wirken kann und soll.
Sebastian Preuss in Berliner Zeitung, 27.04.2010

Olafur Eliasson: Tanz im Licht
Plötzlich dringt die äußere Wirklichkeit, Berliner Politik, Staatsverschuldung, Sonnenschein durch das Fenster in die Ausstellung ein, Alltag und Vergangenheit steigen vom steinernen Boden auf. Auch wenn jede Kunst in einem Ausstellungsraum aufs Neue für sich behauptet, die erste und einzige am Ort zu sein, den „White Cube“ gibt es nicht, die neutrale Leere bleibt ein Konstrukt, das Eliasson auseinandernimmt. Bei ihm steht massiv im Raum, was das Museum per definitionem sonst außen vor lässt: die Stadt, das Leben.
Nicola Kuhn, Der Tagesspiegel, 27. April 2010

In dieser Ausstellung werden Sie total irre
Die Ausstellung „Innen Stadt Außen“ ist sensationell und bietet jede Menge Überraschungen. Optische Spielereien und technische Wunderwerke sind Olafur Eliassons Spezialität. Der Däne mit den isländischen Wurzeln, scheint alles zu können. Er ist Künstler, Bastler, Erfinder, Konstrukteur. „Kunst soll wieder etwas für alle werden“, so Eliasson. „Sie muss mit unserem Leben zu tun haben.“ Hier ist es ihm gelungen.
Anja Lösel auf stern.de, 30.04.2010