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August Sander
Menschen des 20. Jahrhunderts
Das große Portraitwerk und Arbeiten seiner Künstlerfreunde

10. Oktober 2003 bis 11. Januar 2004

Veranstalter
Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur Köln in Zusammenarbeit mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin. Ermöglicht durch den Sparkassenkulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und den Kulturfonds Stadtsparkasse Köln.

Ausstellungsstationen
Köln: Photographische Sammlung der Sparkasse Köln
Berlin: Martin-Gropius-Bau

Die Ausstellung „August Sander-Menschen des 20. Jahrhunderts“ zum gleichnamigen Porträtwerk des berühmten deutschen Fotografen setzte ihre Tournee fort und machte im Herbst 2004 Station im Martin-Gropius-Bau, Berlin. In die Präsentation des Œuvres von August Sander (1876–1964), die in dieser werkgerechten Auswahl als Premiere angesehen werden kann, haben rund 250 hochkarätige originale Abzüge (Vintage Prints) des Fotografen Eingang gefunden.

Er selbst hatte zu Lebzeiten keine Gelegenheit, sein über vier Jahrzehnte erarbeitetes Werk in einer solch umfangreich angelegten Form auszustellen oder zu publizieren. Die rund zehnjährige Forschung, die in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln durch Dr. Susanne Lange, Gabriele Conrath-Scholl und Gerd Sander geleistet wurde, ermöglichte nun einen den Intentionen von August Sander folgenden Einblick in das faszinierende Bildkonvolut, dessen Entwicklung durch zahlreiche hinzugezogene Dokumente und Materialien veranschaulicht und erläutert wurde. Besonders hervorhebenswert ist in diesem Kontext ein Ausstellungsbereich, der eigens für die Berliner Station erweitert wurde.

In räumlicher Nähe zu den Originalabzügen versammelten sich darin rund 200 ausgesuchte Arbeiten verschiedener Künstler aus dem Freundeskreis von August Sander, wie von Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle, Jankel Adler, Gerd Arntz, Gottfried Brockmann, Otto Dix, Otto Freundlich, Franz M. Jansen oder Hans Schmitz. Sie alle standen im engen Austausch mit dem Fotografen, und ihre Gemälde, Skulpturen und insbesondere ihre im Bereich der Grafik realisierten Mappenwerke visualisieren thematische Parallelen und methodisch vergleichbare Arbeitsansätze, die innerhalb des Künstlerkreises spartenübergreifend Umsetzung fanden.

Die Ausstellung und der dazu erschienene siebenbändige Werkkatalog zuzüglich Studienband kann als ein „Jahrhundertwerk auf dem Gebiet der Fotokunst” (Klaus Honnef) angesehen werden, in der August Sander neben Eugène Atget, Karl Blossfeldt, Albert Renger-Patzsch, Walker Evans sowie Bernd und Hilla Becher eine feste Größe darstellt.

Die Exponate der Ausstellung stammten größtenteils aus der Fotografischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, zu deren Bestand das August Sander Archiv zählt und die somit weltweit die größte Sammlung zum Werk von August Sander betreut. Weitere Leihgeber waren das Agfa-Foto-Historama, Köln, das Museum Ludwig, Köln, die Stadt Herdorf, die Schweizerische Stiftung für Photographie, Zürich, sowie weitere private Leihgeber. Die zur Ausstellung des Porträtwerks gezeigten Malereien, Skulpturen und Grafiken gehören zur Privatsammlung von Gerd Sander, der seit vielen Jahren die Kunstsammlung seines Großvaters soweit eben möglich in dessen Sinn erweitert hat.

Pressestimmen

Elfi Kreis in Kunstzeitung (Regensburg), November 2003
„Menschen, Menschen, Menschen“
Ergänzt durch umfangreiches zeitgeschichtliches Dokumentarmaterial, bilden die in zwei Räumen vorgestellten Arbeiten ein überaus sehenswertes und informatives Plus zu Sanders Epochenwerk. Sie geben Aufschluss über den Sammler August Sander und seinen schon zu Lebzeiten starken künstlerischen Einfluss.

Vera Görgen in Financial Times Deutschland (Hamburg), 20.10.2003
„Physiognomie des 20. Jahrhunderts“
Indem er die unterschiedlichsten Menschen fotografierte, versuchte August Sander in den 1920er und 30er Jahren ein Porträt seiner Zeit zu schaffen.

Vera Görgen in Die Welt (Berlin), 21.10.2003
„Rette, wer kann, das Leben“
Menschen des 20. Jahrhunderts: Fotografien von August Sander und Künstlerfreunden im Berliner Martin-Gropius-Bau.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2003
„Menschen zu Skulpturen“
Eine imponierende Wanderausstellung, die, wesentlich erweitert, jetzt in Berlin Station macht, bietet gleich doppelten Anlass, den Jahrhundertfotografen mit frischen Augen zu entdecken.

Zitty (Berlin), Januar 2004
„Fotografie“
[…] der Ausschnitt mit rund 250 Originalabzügen aus Sanders Foto-Œuvre „Menschen des 20. Jahrhunderts“ hängt im engen Dachgeschoss, in dem sich schon am regulären Sonntag die Besucher zweireihig vor den Schwarzweiß-Aufnahmen anstellen. In den freien Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr dürfte es noch enger werden. Freilich lohnen die Strapazen.

Iris Hanika in Der Tagesspiegel (Berlin), 03.01.2004
„Der Präparator des 20. Jahrhunderts“
[…] in den Martin-Gropius-Bau, wo […] die Unmengen von Foto-Porträts hängen, die August Sander vor bald 100 Jahren angefertigt hat. Man geht hin, […] weil Sanders Bilder geradezu legendär sind und oft kopiert oder zitiert werden. […] Aber insgesamt wurde die Arbeit eigentlich noch nie ausgestellt. Um sie einmal im Gesamtzusammenhang, in ihrer ganzen Fülle zu sehen, auch darum geht man hin, und zwar sehr gespannt.

Arno Widmann in Berliner Zeitung, 31.03.2004
„Unterwegs mit Arno Widmann“
August Sanders „Menschen des 20. Jahrhunderts“ ist eine der großen fotografischen Arbeiten des vergangenen Jahrhunderts. Als die Sammlung im Gropius-Bau gezeigt wurde, stauten sich die Besucher vor dem Eingang.

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